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Mutmaßlicher Sprengstoff auf A3 - zwei Festnahmen

Eine nächtliche Verkehrskontrolle auf der Autobahn 3 löst einen Großeinsatz im Landkreis Regensburg aus. Die Beamten finden mutmaßlichen Sprengstoff.

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Verdacht auf Sprengstoff - A3 gesperrt Armin Weigel/dpa

Wiesent (dpa) - Nach einem mutmaßlichen Sprengstofffund bei einer nächtlichen Verkehrskontrolle auf der A3 bei Regensburg hat das bayerische Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen. Spezialisten der Ermittlungsbehörde sprengten am Vormittag einen verdächtigen Gegenstand, der nach Einschätzung der Ermittler nicht sicher genug für einen Transport war. Es habe sich vermutlich um Sprengstoff gehandelt, sagte ein Sprecher des bayerischen Landeskriminalamts (LKA) der Deutschen Presse-Agentur.

Die Hintergründe waren zunächst unklar. Der LKA-Sprecher ging jedoch zunächst davon aus, dass es sich nicht um ein Verfahren im Bereich des Staatsschutzes handelt - unter dem Begriff «Staatsschutz» laufen Ermittlungen zu politisch motivierten Straftaten. Das Landeskriminalamt übernahm jedoch die Ermittlungen zu dem Vorfall. Die Reste des gesprengten Gegenstands sollen von Experten analysiert werden.

Polizei sperrt großräumig 

Auslöser des Großeinsatzes war eine Verkehrskontrolle gegen zwei Uhr morgens kurz vor der Ausfahrt Wiesent/Wörth an der Donau. Am Steuer saßen eine Frau und ein männlicher Begleiter. Dabei fielen den Beamten die «sprengstoffverdächtigen Gegenstände» in dem Wagen auf, beide wurden vorläufig festgenommen. Zur Identität der beiden konnte die Polizei zunächst nichts Näheres sagen. Ein starkes Polizeiaufgebot sicherte den Einsatzort großräumig ab.

LKA-Sprengstoffexperten vor Ort

Näheres war auch über den mutmaßlichen Sprengstofffund zunächst nicht bekannt: Weder, welche Art von Gegenständen gefunden wurde, noch, um welche Menge es sich handelt. 

Zur Vorbeugung größerer Schäden im Fall einer etwaigen Explosion entschieden sich die Beamten schon vor der kontrollierten Sprengung für eine großräumige Sperrung der A3 - in Richtung Passau ab der Anschlussstelle Rosenhof, in der Gegenrichtung nach Nürnberg ab Kirchroth.

Staus im Umkreis

Am Morgen kam es dementsprechend zu Staus und zähem Verkehr sowohl auf der Autobahn als auch auf der nahen Bundesstraße 8. Die Freigabe der Autobahn war am Vormittag nicht absehbar. «Es kann noch länger dauern», sagte ein Polizeisprecher.

© dpa-infocom, dpa:260130-930-617426/3