Pädagogischer Ausflug zur Polizei endet mit Strafanzeige
Eine Mutter will ihrem Sohn auf der Polizeiwache eine Lektion erteilen. Doch der Besuch bei den Beamten geht für die Frau nach hinten los.
Wörth an der Isar (dpa/lby) - Ein denkbar unglückliches Händchen bei der Kindeserziehung hat eine Autofahrerin im Landkreis Landshut bewiesen. Die 48-Jährige fuhr direkt auf dem Parkplatz der Autobahnpolizeistation Wörth an der Isar vor. Ihr Ziel: Sie wollte ihrem achtjährigen Sohn die Leviten lesen lassen. Der Junge hatte laut Angaben der Mutter kurz zuvor während der Fahrt einfach die Fahrzeugtür geöffnet. Mit dem spontanen Besuch bei der Polizei sollte dem Kind sein Fehlverhalten verdeutlicht werden.
Der Schuss ging jedoch nach hinten los: Einem aufmerksamen Beamten fiel sofort auf, dass die Hauptuntersuchung des Wagens abgelaufen war. Eine genauere Überprüfung brachte ein noch größeres Versäumnis ans Licht: Für das Auto bestand bereits seit Oktober 2025 kein Versicherungsschutz mehr.
Die Beamten untersagten der Frau die Weiterfahrt und setzten das Auto noch vor Ort außer Betrieb. Statt einer Lektion für den Sohn gab es eine Anzeige gegen die Mutter wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz.