Kempten modernisiert System: Nach Parkautomaten-Skandal mehr Digitalisierung und transparente Abläufe
Nach dem Parkautomaten-Skandal in Kempten im Allgäu hat die Stadt ihr neues Konzept für die Parkraumbewirtschaftung vorgestellt. Eine externe Kommission deckte Schwachstellen bei Abläufen und Kontrollen auf. Wie die Stadt künftig mit Parkgebühren umgeht und welche digitalen Lösungen geplant sind, lest ihr hier.
Nach dem Parkautomaten-Skandal in Kempten im Allgäu hat die Stadt umfassende Maßnahmen zur Modernisierung und Digitalisierung der Parkraumbewirtschaftung angekündigt. Eine externe Kommission prüfte seit November die Abläufe und stellte heute ihren Abschlussbericht vor.
Schwachstellen bei Prozessen und Kontrollen aufgedeckt
Die Kommission untersuchte, wie es möglich war, dass ein ehemaliger Bauhofmitarbeiter und seine Frau fast zwei Millionen Euro aus Parkscheinautomaten entwenden konnten. Dabei wurden Lücken bei Prozessen, Dokumentation und Kontrollen festgestellt. Beispielsweise konnte nicht mehr nachvollzogen werden, wie viele Schlüssel für die Automaten im Umlauf waren.
Stadt Kempten setzt auf Digitalisierung und Transparenz
Um solche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden, will die Stadt Kempten die Parkraumbewirtschaftung neu aufstellen. Dazu gehören:
Ausbau bargeldloser Zahlungsformen, insbesondere mehr Möglichkeiten zur Kartenzahlung
Schrittweise Modernisierung der Technik und Integration digitaler Systeme
Reduktion von Bargeldbeständen in den Automaten
Verstärkte Kontrollen und klarere Verantwortlichkeiten
Einführung externer Bargeldlogistik
Ziel: Vereinfachte Abläufe und weniger Risiken
Die neuen Maßnahmen sollen die Prozesse transparenter machen, Abläufe vereinfachen und Risiken dauerhaft reduzieren. Die Umsetzung erfolgt schrittweise im Laufe des Jahres 2026. Oberbürgermeister Christian Schoch betonte, dass Vertrauen und Kontrolle sich nicht ausschließen und die Qualitätssicherung durch klare Kontrollen gestärkt wird.