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Schüsse auf SEK - Erhöhte Sicherheit beim Prozess

Eine rasante Verfolgungsjagd und sechs Schüsse auf die Polizei - nun beginnt der Prozess gegen zwei junge Männer. Darum brauchen die Zeugen vor Gericht besonderen Schutz.

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Schüsse auf SEK bei Verfolgungsjagd NEWS5 / Felix Besold/NEWS5 /dpa

Ansbach (dpa/lby) - Beim Prozess um die Schüsse aus einem Fluchtauto auf ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei wird es erhöhte Sicherheitsvorkehrungen geben. Die SEK-Beamten und ein Zeuge würden maskiert ins Gericht kommen, um ihre Identität geheim zuhalten, sagte die Sprecherin des Landesgerichts in Ansbach, Katrin Brünner. Am 19. Oktober wird der Prozess gegen die beiden jungen Männer aus der Türkei wegen versuchten Mordes beginnen. 

Bei den beiden Angeklagten handelt es sich der Staatsanwaltschaft zufolge um abgelehnte Asylbewerber. Den Ermittlungen zufolge haben diese Verbindungen zur organisierten Kriminalität in der Türkei. Zuvor hatten die «Nürnberger Nachrichten» darüber berichtet. 

Schutz der Zeugen

Die SEK-Beamten und der Zeuge sollen deshalb bei ihrer Aussage vor Gericht besonders geschützt werden, wie Brünner erläuterte. «Bis zum Zeugenstuhl bleiben sie maskiert und dann wird die Maskierung abgenommen.»

Die Staatsanwaltschaft wirft den zur Tatzeit 23- und 24-Jährigen vor, am 27. Januar während einer Verfolgungsjagd auf die SEK-Einsatzkräfte geschossen zu haben. Diese hatten eine Ferienwohnung in Absberg (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) durchsuchen wollen, in der sich die beiden Angeklagten gemeinsam mit anderen Personen aufhielten. 

Die beiden Männer entdeckten demnach aber die Spezialkräfte und flohen in einem Auto. Der 23-Jährige rammte dabei nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein Zivilfahrzeug der Polizei und raste gefolgt von zwei weiteren Zivilstreifen davon. Der 24-Jährige auf dem Beifahrersitz feuerte während der Verfolgungsfahrt sechsmal auf die Polizeiwagen. Die Flucht endete nach etwa 20 Kilometern in Weißenburg, als das Auto der Verdächtigen mit einem anderen Wagen zusammenstieß. 

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Schüsse auf die Polizei auch dazu dienten, einem dritten Mann die Flucht zu ermöglichen. Auch dieser soll der türkischen organisierten Kriminalität angehören.

© dpa-infocom, dpa:261001-930-773477/1