Schulstart in Bayern: Unterrichtsversorgung laut Ministerium gesichert
Am Dienstag beginnt in Bayern das neue Schuljahr. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen und fehlender neuer Lehrerstellen sieht Kultusministerin Anna Stolz die Unterrichtsversorgung als gesichert an. Was sich für Schüler, Eltern und Lehrkräfte ändert und welche neuen Impulse es gibt, lest ihr hier.
Das neue Schuljahr in Bayern startet mit fast 1,8 Millionen Schülerinnen und Schülern sowie rund 166.000 Lehrkräften. Obwohl aktuell keine zusätzlichen Lehrerstellen geschaffen werden können, betont Kultusministerin Anna Stolz, dass die Unterrichtsversorgung stabil gesichert ist – auch wenn die Situation weiterhin angespannt bleibt.
Mehr Schüler, aber keine zusätzlichen Lehrerstellen
Die Zahl der Schüler steigt im Schuljahr 2026/2027 erneut: Rund 1,77 Millionen Kinder und Jugendliche besuchen die Schulen im Freistaat, etwa 20.000 mehr als im Vorjahr. Besonders spannend wird es für rund 132.000 Erstklässler, die ihre Schullaufbahn beginnen. Neue Lehrerstellen sind erst im kommenden Jahr vorgesehen. Zum Start werden rund 4.100 neue Lehrkräfte eingestellt, die auf frei gewordene Stellen nachrücken.
Neue Prüfungsformate
Bayern setzt zum Schuljahresstart neue Schwerpunkte: Die Stärkung der Basiskompetenzen, eine moderne Prüfungskultur, die Weiterentwicklung der Mittelschule und mehr Gestaltungsspielraum für Schulen stehen im Fokus. Präsentationen, Projekte und praxisnahe Aufgaben werden künftig stärker in die Leistungsbewertung einbezogen. Gleichzeitig wird die Zahl verpflichtender Leistungsnachweise angepasst, um mehr Raum für individuelles Lernen zu schaffen.
Digitale Balance und Medienkompetenz
Mit der Agenda „Digitale Balance im Alltag von Schülerinnen und Schülern“ erweitert Bayern die Angebote zur Förderung der Medienkompetenz. Der „digitalkompass.schule“ wird ausgebaut, neue Kompass-Angebote für Grundschulen und die Jahrgangsstufen 5 bis 8 kommen hinzu. Die private Nutzung von Handys bleibt bis einschließlich Jahrgangsstufe 7 an Schulen grundsätzlich untersagt.
Mehr Unterstützung für Lehrkräfte
Lehrkräfte erhalten zusätzliche Unterstützung durch neue Fortbildungs- und Beratungsangebote. Das Programm „LehrKraftStärken“ wird weiter ausgebaut, auch für angehende Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst. Für Krisensituationen werden die KIBBS-Teams personell verstärkt.