Staatsanwaltschaft: Aiwanger tot in Berliner Hotel gefunden
Der bayerische Politiker Hubert Aiwanger ist tot in seinem Hotelzimmer in Berlin-Mitte gefunden worden. Das bestätigt die Berliner Staatsanwaltschaft. Ein Todesermittlungsverfahren ist eingeleitet.
München/Berlin (dpa) - Die Berliner Staatsanwaltschaft bestätigt, dass Bayerns Wirtschaftsminister und Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) tot in einem Berliner Hotel gefunden worden ist. Er sei am frühen Abend in seinem Zimmer im Hotel Neuer Fritz in der Nähe vom Bahnhof Friedrichstraße entdeckt worden.
«Die konkrete Auffindesituation kann aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit noch nicht preisgegeben werden», sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. In dem Hotel laufen die Ermittlungsarbeiten, wie etwa die Spurensuche, gegebenenfalls gibt es auch eine Zeugenbefragung. Nach dem Abtransport der Leiche werde voraussichtlich eine Obduktion angeordnet.
Ermittlungsverfahren zur Todesursache läuft
Staatsanwaltschaft und die Mordkommission des Landeskriminalamts Berlin haben ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. «Ziel des Todesermittlungsverfahrens ist es, die konkrete Todesursache und den Hergang des Todes herauszufinden sowie ein mögliches Fremdverschulden auszuschließen», hieß es in einer Mitteilung.
Wie die dpa erfuhr, hätte Aiwanger am Nachmittag bei der Eröffnung eines Hauptstadtbüros der Freien Wähler, deren Bundes- und Landesvorsitzender er ist, eine Rede halten sollen. Er habe sich aber aus gesundheitlichen Gründen abgemeldet und vertreten lassen. Später sei er nicht mehr erreichbar gewesen und schließlich leblos in seinem Zimmer entdeckt worden.