Sturm kann sich Ehrhoff in DEB-Funktion sehr gut vorstellen
Marco Sturm ist eine Ausnahmeerscheinung im deutschen Eishockey. Der Olympia-Zweite von 2018 wird in München geehrt - und äußert sich zur Bundestrainersuche.
München (dpa) - Der ehemalige Bundestrainer Marco Sturm kann sich den früheren Nationalspieler Christian Ehrhoff in einer prominenten Rolle beim Deutschen Eishockey-Bund bestens vorstellen. «Er war nicht nur ein großartiger Sportler oder Eishockey-Spieler. Er hat eine gewisse Präsenz, das kann ich mir sehr gut vorstellen. Egal in was für einer Rolle für die deutsche Mannschaft», sagte Sturm (47) in München, als er von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde.
Mit Ehrhoff in der Verteidigung gewann Auswahlcoach Sturm bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang mit dem deutschen Nationalteam sensationell die Silbermedaille.
Ehrhoff, Goc und Holzer
«Wir haben auch noch mit Marcel Goc oder auch mit Korbi Holzer noch andere, die vielleicht Möglichkeit haben. Aber generell finde ich den Namen ja auch schon mal gut», sagte der gebürtige Dingolfinger, der seit einem Jahr als Coach seinen früheren Verein Boston Bruins in der NHL betreut.
Bei der abgelaufenen Weltmeisterschaft in der Schweiz hatte Deutschland wie schon 2025 das Minimalziel Viertelfinale verpasst. Daraufhin musste Harold Kreis als Bundestrainer beim Vize-Weltmeister von 2023 gehen. Im kommenden Jahr findet die WM in Deutschland statt.
«Wir haben leider nicht die Masse an Gesichtern, an Trainern, die vielleicht das alles so leiten können. Deswegen ist der deutsche Kreis sehr klein. Und wenn man dann diesen kleinen Kreis anschaut, dann sind es natürlich die drei Namen für mich», sagte Sturm weiter über Ehrhoff, Goc und Holzer.