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Tankrabatt in Bayern: Experten erwarten langsamen Preisrückgang an den Tankstellen

Ab dem 1. Mai greift der Tankrabatt der Bundesregierung. Viele Autofahrer hoffen auf günstigere Preise, doch Experten raten zur Geduld. Mehr dazu erfahrt ihr hier.

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Tanken Sebastian Kahnert/dpa

Am 1. Mai startet der Tankrabatt: Die Bundesregierung senkt die Steuern auf Benzin und Diesel um 17 Cent pro Liter. Doch der Tankstellen-Interessenverband, der die Pächter vertritt, und der ADAC in München gehen davon aus, dass die Preise an den Zapfsäulen nur langsam sinken.

Warum fällt der Preis nicht sofort?

Die Tankstellen haben aktuell noch Kraftstoff mit der alten, höheren Steuer im Tank. Die Energiesteuer wird nämlich nicht beim Verkauf an der Zapfsäule fällig, sondern bei der Lieferung an die Tankstelle. Deshalb werden die Preise voraussichtlich nur schrittweise fallen.

Geduld zahlt sich aus

Der Tankstelleninteressenverband empfiehlt, einige Tage abzuwarten. Nach vier bis fünf Tagen seien die Tanks wieder gefüllt, davon geht Sprecher Herbert Rabl aus. Dann seien die Steuererleichterung  angekommen und die Chance auf einen besseren Preis steige. So würden sich auch Warteschlangen und mögliche Engpässe am Feiertag vermeiden lassen. 

Wird der Sprit so billig wie vor dem Krieg?

Voraussichtlich nicht - zumindest nicht zu Beginn. Am letzten Tag vor Kriegsausbruch Ende Februar kostete ein Liter Super E10 nach Daten des ADAC im bundesweiten Tagesdurchschnitt 1,78 Euro, ein Liter Diesel 1,75 Euro. Blickt man auf die Tagesdurchschnitte der letzten Tage, reicht der Steuerrabatt bei weitem nicht aus, um diese Niveaus zu erreichen: Am Donnerstag kostete ein Liter E10 2,103 Euro, ein Liter Diesel 2,200.