Heimvorteil in «tricky Phase»: FCN-Coach Klose «entspannt»
Der Nürnberger Vorsprung auf den Relegationsplatz der 2. Liga ist nicht mehr groß. Dennoch gibt sich Coach Klose nicht nervös. Er setzt auf eine ganz spezielle Stärke seines Teams.
Nürnberg (dpa/lby) - Allein schon ein zentrales Detail der Spielansetzung gegen Fortuna Düsseldorf sorgt beim 1. FC Nürnberg für bessere Laune: Die Partie findet im heimischen Max-Morlock-Stadion statt. In einer kuriosen «Club»-Saison in der 2. Fußball-Bundesliga ist damit nämlich schon mal ein erster Schritt getan hin zum Erfolg. «Wir haben zuhause ein anderes Gesicht, und dieses Gesicht müssen wir zeigen, um Punkte einzufahren», sagte Trainer Miroslav Klose vor dem Match am Samstag (13.00 Uhr/Sky).
Während die Nürnberger das schlechteste Team der Liga bei Auswärtsspielen ist, ist die Heim-Bilanz mit bislang 22 Punkten aus zwölf Spielen ordentlich. Seit Ende September hat der «Club» im Max-Morlock-Stadion nicht mehr verloren, zuletzt sahen die Fans ein überzeugendes 5:1 gegen Karlsruhe.
Klose unterstreicht Vertrauen in sein Team
Dass die Franken dennoch nur fünf Punkte vor dem Abstiegs-Relegationsrang stehen und laut Klose in einer «tricky Phase» stecken, das hat mit den Schwächen in fremden Stadien zu tun. Zuletzt etwa gab es ein 1:2 bei Hertha BSC. Dennoch bemüht sich Klose, Optimismus zu versprühen.
«Ich habe das Gefühl, dass jeder weiß, was zu tun ist, wo er sich verbessern muss», schilderte der Coach. «Deswegen bleibe ich da auch entspannt.» Seine Schützlinge hätten verstanden, was er von ihnen sehen will, um sich bestmöglich in den Dienst des Teams zu stellen. «Ich bin unheimlich glücklich, dass wir wirklich gut mit der Mannschaft sprechen können.»
Gegner Düsseldorf ebenfalls schwach in der Fremde
Ähnlich wie Nürnberg zeigen auch die Düsseldorf auswärts in der Saison große Schwächen. Der bis dato letzte Sieg in der Fremde gelang der Fortuna Ende September, seitdem sprang in sieben Auswärtsspielen nur ein mickriger Punkt raus. Dennoch erwartet Klose am Samstag eine komplizierte Aufgabe.
Es könnte ein Kampf werden. «In der 2. Liga geht es nicht um Fußballerisches und wie gut du mit Ball bist, um Taktik und so weiter», sagte der Ex-Profi. «Es ist viel Basics.» Auf diese grundsätzlichen Tugenden werde es ankommen.
In der Hinrunde in Düsseldorf konnte Nürnberg nach einer wilden Schlussphase ein 3:2 bejubeln - jener Sieg hatte die damals auch komplizierte Lage beim «Club» erstmals beruhigt. Auch nun wäre ein Dreier wieder viel wert.