Lebensgefährte gesteht nach Leichenfund
Nach dem Fund einer weiblichen Leiche in einem Waldstück bei Lauben liegt ein Geständnis des Lebensgefährten vor. Die Ermittler rekonstruieren nun den Ablauf der Tat.


Lauben (dpa/lby) - Mehr als drei Wochen nach dem Verschwinden einer 36-Jährigen aus dem Landkreis Unterallgäu sitzt der Lebensgefährte der Frau wegen Verdachts des Totschlags in Untersuchungshaft. Wie die Polizei mitteilte, habe der 38 Jahre alte Mann vor der Ermittlungsrichterin ein Geständnis abgelegt. Daraufhin habe die Richterin einen Haftbefehl erlassen.
Am Donnerstag hatten die Ermittler nach wochenlanger Suche eine weibliche Leiche entdeckt und den Partner der Frau festgenommen. Bei der Obduktion konnten die Gerichtsmediziner bestätigen, dass es sich um die gesuchte 36-Jährige aus Lauben handelte. Die Kripo Memmingen will nun den Tathergang rekonstruieren. Auch die Hintergründe der Tat müssten noch ermittelt werden.
Zahlreiche Polizeikräfte hatten das Wohnhaus des Paares, einen landwirtschaftlichen Betrieb und unter anderem ein Waldstück nördlich von Lauben durchsucht. Dabei waren auch Suchhunde im Einsatz. Am Donnerstagnachmittag fanden die Ermittler schließlich im Wald die Leiche, wie eine Polizeisprecherin berichtete.
Sie verschwand nach einem Streit
Die 36-Jährige war seit dem 5. August vermisst. Sie soll nach einem Streit von zu Hause zu ihrem Freizeitgrundstück mit Pferdekoppel gefahren sein. Dort fand die Polizei später ihr Auto. Eine umfangreiche Suche mit Hilfe von Polizeihunden blieb zunächst erfolglos. Den letzten bekannten Kontakt hatte sie den Ermittlungen zufolge zu ihrem Partner gehabt. Über das Handy habe sie sich noch am späten Abend des 5. August bei Angehörigen gemeldet.