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Dutzende Oettinger-Beschäftigte demonstrieren

Die Großbrauerei Oettinger leidet unter sinkendem Absatz, Gewerkschaft und Geschäftsführung attackieren sich im Tarifkonflikt. Die Arbeitnehmer werben um Unterstützung.

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Demonstration vor Oettinger-Brauerei Peter Kneffel/dpa

Oettingen (dpa/lby) - Im laufenden Tarifkonflikt bei der bundesweit bekannten Brauerei Oettinger will die Gewerkschaft NGG Öffentlichkeit und Politik auf ihre Seite ziehen. Bei einer Kundgebung am Hauptsitz der Brauerei im bayerischen Oettingen demonstrierten Dutzende Beschäftigte für einen «fairen Tarifabschluss». Laut Polizei blieb es bei der Aktion ruhig, wie viele Teilnehmer dabei waren, konnte ein Sprecher zunächst nicht sagen. 

Oettinger hat bundesweit vier Standorte mit insgesamt 880 Beschäftigten und leidet wie die meisten deutschen Brauereien unter Absatzrückgängen - weitere Schrumpfung erwartet. Im kommenden Jahr will das Unternehmen deswegen seine Zweigbrauerei in Braunschweig schließen, dort arbeiten 130 Beschäftigte. 

Die laufende Tarifrunde in dem Unternehmen eskalierte in dieser Woche mit einem tagelangen Warnstreik und wechselseitigen scharfen Angriffen. Die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) wirft der Geschäftsführung vor, unzumutbare Einschnitte zu planen, die Geschäftsführung wiederum warf den Arbeitnehmervertretern Realitätsverlust vor.

© dpa-infocom, dpa:250829-930-973448/1