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Virtuelle Tatortbegehung im Dreifachmord-Prozess geplant

Im Dreifachmordprozess vor dem Landgericht Deggendorf soll eine Tatortbegehung mittels Virtual-Reality-Brille stattfinden. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, drei Nachbarn getötet zu haben.

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Prozess um Dreifachmord in Zwiesel Felix Hörhager/dpa

Deggendorf (dpa/lby) - Am vierten Verhandlungstag im Prozess um den mutmaßlichen Dreifachmord von Zwiesel wollen sich vor dem Landgericht Deggendorf die Verfahrensbeteiligten einen Eindruck vom Tatort verschaffen. Dazu sei eine Begehung mittels Virtual-Reality-Brille und die Zeugenvernehmung von zehn Polizeibeamten vorgesehen, teilte eine Sprecherin mit. Tatort ist ein Mehrfamilienhaus, in dem der Angeklagte 2025 zwei Nachbarinnen und einen Nachbarn ermordet haben soll.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft tötete der 39 Jahre alte slowakische Staatsangehörige zur sexuellen Erregung die zwei 26 und 22 Jahre alten Frauen und um diese Taten zu vertuschen, den 56-jährigen Lebensgefährten der jüngeren Frau.

Die Leiche der 26-Jährigen soll er zerteilt, den Oberkörper im Kühlschrank versteckt und die Beine in einem Wald abgelegt haben. Einige Tage nach der Tat stellte er sich den Angaben nach in Österreich der Polizei.

Anklage: Mehrere Mordmerkmale erfüllt

Die Anklagebehörde sieht mehrere Mordmerkmale als erfüllt an: in allen drei Fällen Heimtücke, bei den Frauen auch zur Befriedigung des Sexualtriebs. Im zweiten und dritten Fall Grausamkeit und bei dem Mann zur Verdeckung einer Straftat.

Zu Prozessbeginn hatte sich der Angeklagte nicht zu den Vorwürfen geäußert. Sein Verteidiger kündigte jedoch an, dass es im Laufe des Verfahrens eine Einlassung seines Mandanten geben soll.

Es sind bisher sechs weitere Verhandlungstermine anberaumt. Das Urteil könnte am 19. November gesprochen werden.

© dpa-infocom, dpa:261022-930-874800/1