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Erstes Training mit Neuer vor 3.000 Fans in Winston-Salem

Wenige Stunden nach der Ankunft im WM-Quartier absolviert die DFB-Auswahl ein öffentliches Training. Wichtigste sportliche Nachricht: Manuel Neuer ist mit vollem Torwart-Einsatz dabei.

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Fußball-WM 2026 - Training Deutschland Federico Gambarini/dpa

Winston-Salem (dpa) - Beim Willkommens-Event der Fußball-Nationalspieler vor 3.000 Fans in Winston-Salem ist auch Torwart Manuel Neuer endlich ins Mannschaftstraining eingestiegen. 23 Tage nach seiner erneuten Blessur an der linken Problem-Wade und nur noch sechs Tage vor dem ersten Gruppenspiel gegen WM-Neuling Curaçao absolvierte der 40-Jährige im W. Dennie Spry Stadium mit vollem Einsatz alle Übungen mit seinen drei Torwartkollegen. 

Der Bayern-Kapitän war am letzten Bundesliga-Spieltag am 16. Mai gegen den 1. FC Köln ausgewechselt worden. Bei den beiden WM-Tests gegen Finnland (4:0) und gegen die USA (2:1) stand jeweils der zur Nummer zwei degradierte Oliver Baumann im Tor. 

Alle WM-Akteure auf dem Platz im Einsatz

«Manu wird jetzt ins Mannschaftstraining einsteigen, so ist es geplant, wenn wir in Winston-Salem ankommen - und dann gegen Curaçao auch spielen», hatte Bundestrainer Julian Nagelsmann zuvor angekündigt. Neuer soll bei seinem DFB-Comeback nach zwei Jahren am kommenden Sonntag (19.00 Uhr/ARD und Magenta TV) in Houston einen Kaltstart ohne Spielpraxis in sein fünftes WM-Turnier hinlegen. 

Auf dem Gelände der Wake University waren in der deutschen Nacht auch alle 23 Feldspieler inklusive des nachnominierten Leipzigers Assan Ouedraogo im Einsatz. Der Aufgalopp nach der Anreise aus Chicago am Vormittag (Ortszeit) endete mit einem Abschlussspiel, bei dem Kai Havertz das erste, viel beklatschte Tor erzielte.

Nagelsmann lange Unterhaltung mit Kimmich 

Nach 45 Minuten war Schluss auf dem Platz. Die Spieler um Kapitän Joshua Kimmich und Neuer beglückten die einheimischen Zuschauer aber danach noch fast eine Stunde lang mit Autogrammen und Selfies. Bemerkenswert war, dass sich der 31 Jahre alte Kimmich zuvor mit Bundestrainer Julian Nagelsmann knapp eine halbe Stunde auf dem Platz unterhielt. Worüber blieb unklar.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf hatte vor dem Beginn des Trainings eine Ansprache auf Englisch an die Zuschauer gerichtet. Besonderen Applaus bekam er dabei für die Aussage, dass «Winston-Salem unsere Nummer-eins-Wahl als WM-Camp» war. 

Das Gesamtpaket mit den Trainingsplätzen auf dem Universitätsgelände und dem Teamhotel The Graylyn Estate sei «einfach das Beste» gewesen. Die 3.000 kostenlosen Tickets waren innerhalb weniger Minuten vergriffen gewesen.

© dpa-infocom, dpa:260609-930-193178/1