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Drogenverdacht: US-Golfstar Woods nach Unfall festgenommen

Gefängnis-Ärger statt Comeback: Golfstar Tiger Woods hat einen Autounfall. Alkohol ist nach Behördenangaben nicht im Spiel – allerdings gibt es einen anderen Verdacht.

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US-Golfstar Tiger Woods in Autounfall verwickelt Jason Oteri/AP/dpa

Jupiter Island (dpa) - US-Golfstar Tiger Woods ist nach einem Autounfall in den USA wegen Drogenverdachts festgenommen worden. Ein Atemalkoholtest habe zwar einen Wert von null angezeigt, sagte John Budensiek vom Martin County Sheriff's Office in Florida bei einer Pressekonferenz. Einen Urintest habe Woods aber nicht machen wollen. Die Ermittler vermuten, dass er «irgendein Medikament oder eine Droge» zu sich genommen habe.

«Er wirkte am Tatort lethargisch», sagte Budensiek. «Wir glauben, dass das auf die Substanz zurückzuführen war, unter deren Einfluss er stand.»

Woods, der bei dem Unfall unverletzt blieb, müsse ab 15.00 Uhr (US-Ostküstenzeit) mindestens acht Stunden lang im Gefängnis bleiben und könne dann gegen Kaution freigelassen werden, sagte Budensiek. Er sei wegen Fahruntüchtigkeit am Steuer und Verweigerung eines Tests im Zusammenhang mit dem Unfall angeklagt worden.

Anzeichen von Fahruntüchtigkeit

Gegen 14.00 Uhr erreichte die Polizei einen Anruf, dass sich ein Auto in der Stadt Jupiter Island im Bundesstaat Florida überschlagen habe. Nach Angaben des Sheriffs soll Woods in einem Geländewagen mit hoher Geschwindigkeit zum Überholen eines Fahrzeugs angesetzt haben, das zugleich abbiegen wollte. Woods' Geländewagen streifte dabei den Anhänger des anderen Fahrzeugs, kippte auf die Seite und schlitterte über die Fahrbahn. Verletzt wurde bei dem Unfall laut Sheriff niemand.

Woods war bereits im Februar 2021 in Los Angeles mit dem Auto von der Straße abgekommen, hatte sich mehrfach überschlagen und dabei komplizierte Brüche am Bein erlitten. Er lag drei Wochen im Krankenhaus und danach nach eigenen Angaben weitere drei Monate in einem Krankenbett bei sich zu Hause in Florida.

Damals gab es beim Golfstar Angaben von Polizei und Feuerwehr zufolge keine Anzeichen für den Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamenten. Woods hatte nach dem Unfall zu Protokoll gegeben, sich nicht daran zu erinnern, am Steuer gesessen zu haben.

Zuletzt befeuerte Woods Gerüchte um ein großes Comeback

Woods hatte zuletzt Gerüchte um ein Comeback bei den ab dem 9. April stattfindenden US-Masters in Augusta befeuert. Der 50-Jährige hatte nach langer Verletzungspause am vergangenen Dienstag in der neuen Indoor-Liga Tomorrow's Golf League für Aufsehen gesorgt, als er dort überraschend einige Schläge machte.

Seinen letzten größeren Auftritt hatte Woods bei den British Open 2024. Nach einem Achillessehnenriss im Frühjahr 2025 fiel er für die Saison aus - und ließ sich im vergangenen Herbst dann ein weiteres Mal am Rücken operieren. «Dieser Körper… Er erholt sich nicht mehr so wie damals, als ich 24, 25 war. Das heißt nicht, dass ich es nicht versuche», sagte Woods. Mit Blick auf die US-Masters ergänzte er: «Ich möchte spielen, ich liebe das Turnier.» Er werde auf jeden Fall vor Ort sein, so der US-Amerikaner. «Wir werden sehen, wie es läuft. Ich werde diese Woche zu Hause trainieren und weiter versuchen, Fortschritte zu machen.»

© dpa-infocom, dpa:260327-930-877677/4