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Platz fünf: Deutsches Mixed-Team verpasst WM-Medaille

Das deutsche Mixed-Team landet bei der Straßenrad-WM auf Rang fünf. Warum es trotz starker Einzelleistungen in Montreal nicht für eine Medaille reicht.

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Radsport Weltmeisterschaft in Montreal Graham Hughes/The Canadian Press/AP/dpa

Montreal (dpa) - Die deutsche Mixed-Staffel hat bei den Straßenrad-Weltmeisterschaften in Montreal die erhoffte Medaille deutlich verpasst. Maximilian Walscheid, Nikias Arndt, Jasha Sütterlin sowie Ricarda Bauernfeind, Antonia Niedermaier und Franziska Koch belegten am Ende des 40,6 Kilometer langen Kurses nur Platz fünf. Zum drittplatzierten Team aus der Schweiz fehlten 29 Sekunden.

«Natürlich ist man enttäuscht. Aber wenn jemand defekt hat, dann kann man das nicht beeinflussen. So etwas passiert», sagte Niedermaier. Bauernfeind war früh die Kette heruntergesprungen, sodass die deutschen Frauen fast den ganzen Kurs zu zweit fahren mussten.

Den Titel sicherte sich Italien mit acht Sekunden Vorsprung vor Frankreich. In der Disziplin sind die Deutschen eigentlich erfolgsverwöhnt. 2021 holte man den Titel, 2024 und 2019 Silber sowie 2023 Bronze. Unvergessen ist das Drama von Zürich vor zwei Jahren, als nur 0,85 Sekunden zu Gold fehlten. 2025 hatte man wegen diverser Erkrankungen eine Medaille verpasst.

Arndt und Bauernfeind lassen abreißen

Die beiden deutschen Trios mussten ihre Fahrt schon früh zu zweit fortsetzen. Sowohl Arndt als auch Bauernfeind konnten dem Tempo der Teamkollegen nicht mehr folgen. «Das ist immer ein hartes Brot. Aber es kann immer passieren, dass ein Fahrer nicht mehr mitkann», sagte Arndt. «Es ist ein sehr technischer Kurs, die Straßenverhältnisse waren teilweise schlecht. Das Gute ist, dass man den Kurs auch zu zweit ganz gut absolvieren kann.»

Beim Wechsel fehlten dem deutschen Team 16 Sekunden auf Bronze, zu Gold waren es bereits 28 Sekunden. Die Hoffnung lag auf dem starken Frauen-Trio mit der im Einzel mit Bronze dekorierten Koch. Doch schon früh im Rennen musste Bauernfeind wegen eines Defekts abreißen lassen, was die Taktik zunichtemachte.

Koch zeigte zwar gerade auf dem letzten Teil eine starke Leistung, doch das allein reichte nicht. «Ich war schon nach drei Kilometern am Limit und wenn man dann noch zu zweit ist, werden die Erholungsphasen kürzer. Wir müssen schauen, was wir beim nächsten Mal besser machen können», sagte Koch.

© dpa-infocom, dpa:260922-930-727791/1