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Plötzlich im Fokus: Kompany-Assistent Danks Chef in Paris

Auf Vincent Kompany kommt ein schwieriger Abend zu. Der gesperrte Chefcoach darf im Prinzenpark nicht in die Coaching Zone. Wie die Bayern das Handicap lösen wollen.

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Abschlusstraining FC Bayern München Sven Hoppe/dpa

Paris/München (dpa) - Alles hört auf sein Kommando: Der Engländer Aaron Danks muss im Hinspiel des Champions-League-Halbfinals zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Bayern München am Dienstag (21.00 Uhr/Prime Video) in eine ungewohnte Hauptrolle schlüpfen. Der 42 Jahre alte Assistent von Vincent Kompany (40) soll den nach drei Gelben Karten gesperrten Chefcoach im Prinzenpark-Stadion am Spielfeldrand vertreten. 

«Natürlich werden wir ihn vermissen an der Seitenlinie», sagte Torjäger Harry Kane zu der Premiere ohne Kompany, welche die Münchner meistern müssen. «Er ist unser Anführer, er ist unser Boss.» Kompany darf das Bayern-Team wie gewohnt taktisch und personell auf die Partie vorbereiten, aber dann nach der Ankunft im Stadion nicht mehr betreuen. In die Kabine darf er nicht.

Beim Abschlusstraining auf dem Vereinsgelände vor dem Flug nach Paris nahm Kompany am Montag mit roter Kappe auf dem Kopf wie gewohnt hauptsächlich die Beobachterrolle ein. Er besprach sich kurz mit Danks, der mit schwarzer Trillerpfeife um den Hals dann energisch Kommandos gab und die Übungen anleitete. Auffällig war, wie Danks sich mit den Bayern-Profis abklatschte. 

Noch keine personelle Option für das Halbfinal-Hinspiel sind die Youngster Lennart Karl und Tom Bischof. Nach ihren Muskelverletzungen sind sie noch nicht wieder im Teamtraining. Dazu fallen Nationalspieler Serge Gnabry und Raphaël Guerreiro aus. Letzterer hatte sich beim 4:3 der Bayern am Samstag in Mainz eine Muskelblessur zugezogen und steht vorerst nicht zur Verfügung. 

Wann Danks normalerweise in Erscheinung tritt

Im Prinzenpark wird Danks unter anderem im Spielverlauf die passenden Wechsel vollziehen müssen. Der Engländer kam im Sommer 2024 gemeinsam mit Kompany nach München. Bei Spielen fällt er normalerweise vor allem dann auf, wenn es Ecken oder Freistöße für die Münchner oder für den jeweiligen Gegner gibt. Dann steht Danks am Spielfeldrand und gibt Zeichen. Er ist in Kompanys Trainerstab unter anderem für die Standardsituationen zuständig.

Bayerns Sportdirektor Christoph Freund sprach von «einer neuen Situation», die man ohne Kompany in Paris bewältigen müsse. «Aber wir werden uns dieser Herausforderung stellen und das als Team hinbekommen und händeln», meinte Freund. Das Trainerteam um Kompany sei «gut abgestimmt aufeinander». 

Danks muss unter großem Druck liefern. Und Kompany? Der Belgier dürfte in der ungewohnten Zuschauerrolle auf der Tribüne aufgeregter und unruhiger sein als sonst üblich. «Es wird schwierig sein für ihn», glaubt Kane. Beim entscheidenden Rückspiel am Mittwoch kommender Woche in München darf Kompany dann wieder seinen gewohnten Platz am Spielfeldrand einnehmen.

© dpa-infocom, dpa:260427-930-997310/4