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Bericht: Kevin Spacey übernimmt Hauptrolle in Kriegsdrama

Der frühere Hollywood-Star steht für einen neuen Film wieder vor der Kamera, wie das Magazin «Deadline» berichtet. Das Projekt soll beim Filmmarkt in Cannes vorgestellt werden.

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Kevin Spacey Alberto Pezzali/AP/dpa

Berlin (dpa) - Kevin Spacey (66) soll laut einem Medienbericht die Hauptrolle in einem Drama über den Zweiten Weltkrieg übernehmen. Das Projekt «Melodies in the Forest» soll auf dem Filmmarkt in Cannes während der Filmfestspiele vermarktet werden, wie das US-Branchenmagazin «Deadline» berichtet. Es handelt sich dabei um eine kleinere Produktion des Regisseurs Roberto Lippolis. 

Die Dreharbeiten sollen im Oktober in Italien und der Tschechischen Republik starten. Spacey soll «Deadline» zufolge einen Dirigenten spielen, dessen verdrängte Kriegsvergangenheit auf brutale Weise wieder zum Vorschein komme. 

2025 war er am Rande der Filmfestspiele in Cannes mit einem Preis für sein Lebenswerk geehrt worden. Damals hatte er auf dem Filmmarkt den Thriller «The Awakening» vermarktet. Möglich ist, dass er auch dieses Jahr sein neues Projekt in Cannes vorstellt. In Hollywood oder größeren Filmen wurde der zweifache Oscar-Preisträger («American Beauty», «Die üblichen Verdächtigen») bislang nicht wieder engagiert. 

Spacey 2022 und 2023 nach Vorwürfen freigesprochen

Mehrere Männer hatten Spacey in den vergangenen Jahren sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Die 2017 im Zuge der MeToo-Debatte erstmals mit Nachdruck öffentlich gemachten Vorwürfe des Schauspielers Anthony Rapp gegen den Schauspieler hatten weitere Anschuldigungen nach sich gezogen. Spacey bestritt die Vorwürfe und eine New Yorker Jury sprach den Star 2022 frei.

Andere Klagen wurden zurückgezogen oder wegen Verjährung abgewiesen. In einem Prozess vor einem Londoner Gericht, in dem ihm vier Männer sexuelle Übergriffe vorgeworfen hatten, gab es 2023 einen Freispruch für Spacey. Ein für Oktober geplanter Prozess gegen Spacey wegen mutmaßlicher sexueller Übergriffe wurde nach einer außergerichtlichen Einigung ausgesetzt, wie die Nachrichtenagentur PA im März berichtet hatte.

© dpa-infocom, dpa:260505-930-36205/1