Dänischer Staat überwies Königsfamilie zu viel Geld
Ein Irrtum in der Staatskanzlei hat der dänischen Königsfamilie im vergangenen Jahr ein zu dickes Finanzpolster beschert. König Frederik X. und seine Mutter bekamen 40.000 Euro zu viel.
Kopenhagen (dpa) - Dänemarks König Frederik X. (58) und seine Mutter, Altkönigin Margrethe II. (86), haben im vergangenen Jahr zu viel Geld vom dänischen Staat bekommen. Diesen Fehler, über den die «Bunte» am Mittwoch berichtete, hatte die Staatskanzlei am Dienstag eingeräumt. Insgesamt habe die Königsfamilie aufgrund eines Missgeschicks umgerechnet rund 40.000 Euro zu viel erhalten - das entspreche etwa 0,2 Prozent der gesamten Bezüge. Natürlich dürften die beiden das Geld nicht behalten. Es sei vereinbart, dass der zu viel ausgezahlte Betrag noch im laufenden Haushaltsjahr zurückgezahlt werde, hieß es in einem Schreiben an den Finanzausschuss des Parlaments.
Der Hintergrund des Fehlers liegt demnach im Thronwechsel 2024: Als Margrethe II. damals den Staffelstab an ihren Sohn Frederik weitergab, sei beschlossen worden, ab 2025 den technischen Index zu ändern, der die Grundlage für die Anpassung der Bezüge der beiden bildete. Dieser Wechsel sei 2025 jedoch nicht wie geplant vorgenommen worden, sondern erst mit Wirkung ab April 2026. Insgesamt standen König Frederik X. und seiner Familie im vergangenen Jahr umgerechnet knapp 18 Millionen Euro zu, Altkönigin Margrethe II. etwas mehr als 1,7 Millionen Euro.