Zum Hauptinhalt springen

«Gut genug» ist gut genug für Platz eins

Viral, tröstend, oft falsch verstanden: Was steckt hinter dem Hype um «Gut genug» von Kitschkrieg, Blumengarten und Shirin David? Der Song begeistert weltweit – und bleibt auch in Deutschland spitze.

ANTENNE BAYERN ANTENNE BAYERN GmbH & Co. KG ANTENNE BAYERN Logo
«Gut genug» Handout / Berlin/Kitschkrieg/dpa

Baden-Baden (dpa) - Auf dem Weg zum Sommerhit: Der Ohrwurm «Gut genug» hat den ersten Platz der deutschen Single-Charts verteidigt. Der viral gegangene Song von Kitschkrieg, Blumengarten und Shirin David dominiere zum zweiten Mal die Single-Hitliste, teilt GfK Entertainment als Ermittler der Offiziellen Deutschen Charts mit. 

Die Zusammenarbeit des Produzententeams Kitschkrieg mit dem Velberter Duo Blumengarten und der Rapperin Shirin David war vergangene Woche vom achten auf den ersten Platz gestiegen. 

Das Lied ist ein weltweites Internetphänomen: Vor allem in den USA ging er in Social Media viral. Superstars wie Wiz Khalifa, Lizzo oder Steve Lacy griffen den Track öffentlich auf. Es gibt viele Memes und Reels. 

Was «Gut genug» so faszinierend macht

In den Amerika soll der Song schon einige dazu gebracht haben, sich näher mit der deutschen Sprache zu beschäftigen. Oft wird aus «Du bist gut genug» aber auch nur lautmalerisch «Doobie Scoot Canoe» oder «Dubi scopt canoee» und die tiefere Botschaft womöglich nicht ganz verstanden.

Was fasziniert an dem Song so sehr? Es ist vor allem der nur ein paar Sekunden kurze Refrain von Blumengarten-Sänger Rayan. Er intoniert in hohem Falsett die tröstenden deutschen Worte «Du bist gut genug». Das scheint, wenn man es denn versteht, sehr gut in den Zeitgeist zu passen. Eine positive, unterstützende Botschaft in Zeiten von Optimierungswahn.

 

Platz zwei der Single-Charts holt der offizielle WM-Song «Dai Dai» von Shakira & Burna Boy. Auch der dritte Platz ist wie in der Vorwoche: Summer Cem und Billa Joe mit «Killy Manjaro». 

Einige WM-Hits in den Charts - außerdem viel Bad Bunny

Neben Shakiras aktuellem WM-Hit stehen auch weitere Fußball-Lieder in den Charts, darunter ihr alter Song «Waka Waka (This Time For Africa)» (feat. Freshlyground) von der WM 2010 auf der 35. Die deutsche Torhymne «Major Tom (Völlig losgelöst)» von Peter Schilling findet sich auf Platz 56 wieder, außerdem schaffte es der Neuzugang «Wir sind die Deutschen» von Luca-Dante Spadafora, Julian Sommer und André Schnura auf den 84. Platz. Helene Fischers «Heute Nacht», vor drei Wochen noch auf Platz eins, steht jetzt auf Rang 97.

Stark angesagt ist in den Charts auch Bad Bunny. Der am vergangenen Wochenende in Düsseldorf aufgetretene Latin-Star schnellte mit einigen Songs wie «DtMF» (von 56. auf 11.) nach oben. Bei den Alben machte etwa seine Platte «DeBÍ TiRAR MáS FOToS» einen Sprung von der 15 auf die Vier. 

Platz drei bei den Alben geht an Kultgitarrist Joe Bonamassa mit seinem neuen Werk «The Spirit Of Rory Live From Cork», auf dem zweiten Platz stehen Placebo mit «Placebo RE:CREATED» – eine überarbeitete und erweiterte Version des Erstlingswerks der Band, das 2026 sein 30. Jubiläum feiert. Die Spitzenposition ist wie bei den Singles auch bei den Alben unverändert: Pop-Songwriterin Olivia Rodrigo mit ihrem Album «You seem pretty sad for a girl so in love».

© dpa-infocom, dpa:260626-930-290425/1