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Hella von Sinnen hat «die Faxen dicke» von Beerdigungen

Statt Regen, Priestersprüchen und Schaufeln: Hella von Sinnen verabschiedet sich von Verstorbenen lieber auf ihre eigene Weise.

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Hella von Sinnen Rolf Vennenbernd/dpa

Berlin (dpa) - Komikerin Hella von Sinnen geht eigenen Worten zufolge «nicht mehr auf Beerdigungen». «Davon habe ich die Faxen dicke», sagte die 67-Jährige der Zeitschrift «Bunte». Und weiter: «Ich finde, man muss diese deutschen Rituale nicht mitmachen. Ich finde sie ausgesprochen unglücklich. Im Herbst bei Regen über den Friedhof zu latschen, dazu die völlig uninspirierten Sprüche der Priester, das Schaufeln der Erde, wenn der Sarg in die Erde gelassen wird … das will ich nicht mehr. Der Mensch ist trotzdem tot.»

Die Entertainerin erklärte: «Für mich bedeutet auch ein gescheiter Abschied, seine Trauerrituale alleine zu Hause zu machen – mit Kerzen, Musik, einem Foto und schönen Erinnerungen.» 

Einäscherung und Urnenbestattung zieht von Sinnen einer Beerdigung im Sarg klar vor. Sie habe sich zudem beim Thema Tod eine «fast naive Spiritualität» angeeignet, welche «unglaublich tröstlich» sei: «Zu wissen, dass die Seelen noch irgendwo rumhängen und reinkarniert sind.»

Von Sinnen wurde als Komikerin, Moderatorin und Entertainerin bekannt - unter anderem mit der RTL-Show «Alles Nichts Oder?!» und dem Comedy-Quiz «Genial daneben». In ihrem neuen Podcast «Gestatten, von Sinnen!» unterhält sie sich mit anderen Promis wie Mike Krüger und Evelyn Burdecki.

© dpa-infocom, dpa:260619-930-247630/1