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Judith Holofernes freut sich über Song-Revival in den Charts

Emotionales Comeback: Ein über 20 Jahre alter Song der Band «Wir sind Helden» stürmt die Charts. Ex-Frontfrau Judith Holofernes meldet sich sichtlich gerührt aus dem Urlaub.

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Judith Holofernes Sebastian Gollnow/dpa

Berlin (dpa) - «Ich weiß nicht weiter, ich weiß nicht, wo wir sind»: Der Song «Von hier an blind» von der Band «Wir sind Helden» erlebt dank Social-Media-Clips ein Revival. Die ehemalige Frontfrau der Band Judith Holofernes meldet sich sichtlich gerührt aus dem Urlaub. «Vielen, vielen Dank für die vielen wunderschönen Cover-Versionen. Und die Tänzchen und alles, die Hommagen, es erfreut mich extrem», sagte sie in einem Beitrag auf TikTok. 

Aus dem Nichts war der Song aus dem Jahr 2005 in der vergangenen Woche auf Platz 59 der offiziellen Deutschen Single Charts wieder eingestiegen und als «Highest Climber» eingestuft worden. «Ich hab den Text damals geschrieben, als ich sehr jung das Gefühl hatte, meine kühnsten Träume eigentlich schon verwirklicht zu haben, und sozusagen auf einer Bergspitze zu stehen und zu denken: "Und jetzt? Was passiert jetzt?"», sagte Holofernes in ihrem Video.

«Das wird ziemlich gut, was da noch kommt»

«Ich wollte über dieses Gefühl schreiben, die Zukunft wirklich überhaupt nicht sehen zu können und trotzdem reinzuspringen.» Deswegen freue sie sich besonders, dass dieser Song jetzt eine neue Generation anspreche. Am liebsten wolle sie der Judith von vor über 20 Jahren zuwinken und sagen: «Das wird ziemlich gut, was da noch kommt, da kannst du ruhig reinspringen.»

Kürzlich hatte die 49-Jährige aus Berlin berichtet, dass sie nicht mehr singen könne. Hintergrund sei vermutlich eine neurologische Stimmstörung, die sie 2017 entwickelt habe, so Holofernes. Es sei ungeklärt, ob diese mit einer Hirnhautentzündung zusammenhängt, die sie wahrscheinlich im selben Jahr gehabt habe. Holofernes ist inzwischen vor allem als Autorin tätig.

© dpa-infocom, dpa:260824-930-576277/1