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Maximilian Brückner über zweite Chancen und Leben im Himmel

Ein Vater kehrt zurück, eine Tochter hadert mit Vergebung: Brückner spricht über Fehler, Entschuldigungen und Leben nach dem Tod, während Filmtochter Momo Beier über Verzeihen aus Egoismus nachdenkt.

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Maximilian Brückner Felix Hörhager/dpa

München (dpa) - Ein Leben nach dem Tod? Für den Schauspieler Maximilian Brückner klingt das verlockend. «Ich würde das wahnsinnig gerne glauben», sagte der 47-Jährige der dpa in München. 

In seinem aktuellen Kinofilm «Ein Münchner im Himmel» spielt Brückner den Taxifahrer Wiggerl, der nach dem Tod auf die Erde darf und sich mit Tochter Toni aussöhnen will. «Wir haben uns diesen bayerischen Himmel gebaut als zweite Chance. Wenn da oben alle sind, dann kann ich zu allen hin und mich für alles entschuldigen, das ich falsch gemacht habe.»

Ob es wirklich nach dem Tod weitergeht? «Es ist noch keiner zurückgekommen, das ist das Problem an dieser ganzen Geschichte, deswegen können wir darüber nur spekulieren», räumt der Münchner lachend ein. Sich versöhnen und verzeihen sollte man sich aber dennoch. «Ich finde, es ist nie zu spät und man hat immer die Möglichkeit auf eine zweite Chance und eine Entschuldigung.»

Wenn Verzeihen egoistisch ist

Brückners Filmtochter Momo Beier weiß allerdings, wie schwierig das mit dem Verzeihen ist - schließlich muss sie als Wiggerls Tochter Toni überlegen, ob sie ihrem Vater vergibt, dass er sie jahrelang vernachlässigt hat. 

«Man muss einen richtigen Grat finden», hat die 19-Jährige durch die Rolle gelernt. «Menschen, die Fehler machen, zu verzeihen und sich damit aber selbst nicht zu verraten oder zu viel zu schlucken, so dass man für den Rest seines Lebens einen Groll gegen diesen Menschen hegt», sagt Beier. «Manchmal ist es auch etwas Egoistisches, zu verzeihen, weil es einfach zu anstrengend ist, sauer zu sein.»

Das «bestmögliche Leben»

Brückners Rat: jeden Tag genießen und trotzdem daran denken, dass das Leben nicht ewig währt. «Zwischen Carpe Diem und Memento Mori - dazwischen sollte man sich bewegen», findet der Schauspieler. «Man ist im Hier und Jetzt und sollte das bestmögliche Leben leben, und das fällt für jeden anders aus.»

© dpa-infocom, dpa:260525-930-125168/1