Zum Hauptinhalt springen

Nana Mouskouris Brille hatte einen weltberühmten Gegner

Die schwarze rechteckige Brille ist schon lange ihr Markenzeichen. Was nur wenige wissen: Nana Mouskouris Brille hatte einen sehr prominenten Gegner.

ANTENNE BAYERN ANTENNE BAYERN GmbH & Co. KG ANTENNE BAYERN Logo
Talkshow "3nach9" Sina Schuldt/dpa

Berlin (dpa) - Sängerin Nana Mouskouri hat ihr berühmtes Markenzeichen, die rechteckige schwarze Brille, nach eigenen Angaben gegen prominenten Widerstand durchgesetzt. Als sie in den 60er Jahren mit dem US-Sänger Harry Belafonte (1927-2023) auf Tour ging, sei dieser nämlich kein Freund der Brille gewesen, sagte die 91-Jährige der «Neuen Osnabrücker Zeitung». 

Mehrmals war sie zunächst auf seinen Wunsch ohne Brille auf die Bühne gegangen. Dann aber habe die gebürtige Griechin ihm schließlich widersprochen: «Ohne Brille bin ich nicht ich selbst. Und ich möchte auf der Bühne so sein wie im Leben auch. Außerdem hat man da oben Lampenfieber. Wenn man dann auch noch schlecht sieht, ist es schrecklich. Entweder singe ich mit Brille oder ich gehe. Er wollte, dass ich bleibe und hat die Brille nie wieder erwähnt.»

Warum Nana Mouskouri nicht unter der Dusche singt

Das Singen ist für Mouskouri, die in Athen, Paris und Genf lebt und auf eine mehr als 65-jährige Musikkarriere zurückblickt, übrigens eine so ernste Angelegenheit, dass sie nach eigenen Angaben nicht unter der Dusche singt. «Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, nur dort zu singen, wo ich dem Gesang nicht wehtue. Unter der Dusche geht es schon wegen des Wasserrauschens nicht und wegen all der Seifen und Shampoos», sagte sie weiter. Wenn sie etwas zu erledigen habe, summe sie vielleicht etwas vor sich hin - «aber selbst das nur ein ganz kleines bisschen.»

So wie früher könne sie nicht mehr singen, sagte Mouskouri und führte dies auf ihr hohes Alter zurück. «Ich war eine der glücklichsten Sängerinnen der Welt. Viele Menschen haben mich geliebt. Das hat mir immer Sicherheit gegeben. Und jetzt bin ich sehr alt und kann nicht mehr so singen wie früher, nur ein bisschen. Eines Tages verlässt einen das Singen dann ganz.» 

Zuletzt war Mouskouri auf dem im März erschienenen Gospelalbum von Nina Hagen mit dem gemeinsamen Song «Never Grow Old» vertreten.

© dpa-infocom, dpa:260508-930-50806/1