Schlag gegen Goldschmuggler - Durchsuchungen bei Juwelieren
Eine Bande soll jahrelang mit schmutzigem Geld Altgold angekauft und dieses dann zu Barren eingeschmolzen haben. Bei Durchsuchungen in mehreren Bundesländern gab es auch drei Festnahmen.
Köln (dpa) - Mit Durchsuchungen in mehreren Bundesländern ist die Polizei gegen eine international operierende Goldschmuggler-Bande vorgegangen. Drei Verdächtige seien festgenommen und neben Gold auch mehrere zehntausend Euro Bargeld sichergestellt worden, teilten die federführende Polizei und Staatsanwaltschaft in Köln mit. Es gehe um den Verdacht der Geldwäsche.
Am Morgen durchsuchten Ermittler den Angaben zufolge rund 40 Objekte - vor allem Juweliere - in mehreren nordrhein-westfälischen Städten sowie in Berlin und den Niederlanden.
Über 200 Millionen Euro in die Türkei geschmuggelt?
Nach bisherigen Ermittlungen sollen Mitglieder einer Bande mit Geld, das vor allem aus Drogengeschäften stammte, bei involvierten Juwelieren Altgold angekauft haben. Das Gold soll anschließend eingeschmolzen und zu Schmelzgoldbarren verarbeitet worden sein, die dann in die Türkei gebracht worden seien.
Auf diese Weise sollen in einem Zeitraum von sechs Jahren bis zu vier Tonnen Gold mit einem Wert bis zu 210 Millionen Euro in die Türkei geschmuggelt worden sein.