19.04.2022 | Gesundheit Paul-Ehrlich-Institut: Diese Selbsttests erkennen die Omikron-Variante wirklich

Darauf haben alle gewartet, nun sind die Daten da: Das Paul-Ehrlich-Institut hat untersucht, welche Corona-Selbsttests die aktuell häufigsten Omikron-Varianten zu erkennen. Alle Ergebnisse der Untersuchungen findet ihr hier.

Foto: dpa / Federico Gambarini

Welche Corona-Schnelltests für den Eigengebrauch schlagen auch bei den aktuell vorherrschenden Omikron-Varianten B.1 und B.2 an? Das hat das Paul-Ehrlich-Institut untersucht. Zusätzlich hat das Institut die Sensitivität der Tests überprüft, also wie verlässlich sie bei unterschiedlicher Viruslast anschlagen. 

Ist die Trefferquote eines Tests bei weniger als 75 Prozent bei hoher Viruslast, wird er nicht in der Liste aufgeführt und somit auch nicht empfohlen. Zwar war schon länger klar, dass die meisten handelsüblichen Schnelltests das schaffen würden, die zuvor vom Paul-Ehrlich-Institut für gut befunden wurden. Jetzt aber liegen präzise Ergebnisse für 36 einzelne Selbsttests vor.

Testsieger

Am besten abgeschnitten haben die Tests von Shenzhen Watmind Medical Co. Ltd. und Hangzhou Biotest Biotech Co., Ltd. mit einer 100 prozentigen Trefferquote bei hoher Viruslast und einer jeweils 96 und 95 prozentigen Trefferquote bei mittlerer Viruslast. Eine hohe Viruslast entspricht einem CT-Wert von 25 oder weniger, von einer mittleren wird ab einem CT-Wert von mehr als 25 gesprochen. 

Die Testergebnisse des Paul-Ehrlich Institus

Wenn euer Test in der Liste fehlt, kann das verschiedene Gründe haben: 
  • Der Hersteller hat beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte noch keine Angaben gemacht, auf welche Proteinregion der Test zielt.
  • Der Test zielt auf die falsche Stelle des Virus und erkennt Omikron nicht verlässlich.
  • Das Paus-Ehrlich-Institut hat noch nicht geprüft, ob die Angaben des Herstellers zur Sensitivität des Tests wirklich stimmen.
  • Der Test ist beim PEI durchgefallen, weil die Sensitivitätsangaben, die der Hersteller beim BfArM gemacht hat, falsch waren. Ein solcher Test wird dann beim BfArM auch nicht mehr gelistet.
  • Der Hersteller hat beim BfArM keinen Antrag auf Aufnahme des Tests in die Liste gestellt, daher taucht der Test auch nicht dort auf und wird auch nie vom PEI auf Tauglichkeit überprüft.
  • Der Test ist für den professionellen Gebrauch bestimmt, wird aber online auch an Laien verkauft. Er erscheint dann womöglich in der Profiliste des BfArM (für Testzentren, Pflegeheime) und ist deshalb außerhalb unserer Auswahl.

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