02.08.2022 | Gesundheit Stress bewältigen: Wie unser Bayern aus der Stressfalle helfen kann

Dass Stress ungesund ist, spüren die meisten am eigenen Leib. Dass Stress aber sogar das Risiko für Herzinfarkte erhöht, wird bislang oft unterschätzt. Das gilt auch für psychische Leiden. Betroffen sind allein in Bayern 1,5 Millionen Berufstätige. Warum ihr in Bayern optimal entspannen könnt, lest ihr hier.

Foto: Haley Phelps/unsplash

Depressionen, Ängste und auch Stress auf der Arbeit erhöhen das Herzinfarktrisiko - der DAK Bayern zufolge hat jeder fünfte Beschäftigte im Freistaat dadurch ein größeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Psyche und Herz hängen zusammen

"Zwischen Psyche und Herz gibt es eine auffällige Wechselwirkung", erläuterte Landeschefin Sophie Schwab die Ergebnisse des aktuellen DAK-Gesundheitsreports. 

"Depressionen und negativer Stress sind bereits für sich genommen eine große Belastung. Sie gehen aber auch buchstäblich ans Herz."
Job führt oft zu seelischer Belastung

Auch Probleme am Arbeitsplatz können Stress und Ängste befeuern - vor allem dann, wenn zwischen der (gefühlt) erbrachten Leistung auf der einen und Wertschätzung sowie Vergütung auf der anderen Seite eine Kluft ist. Laut Report sind zehn Prozent der Befragten in Bayern davon betroffen – Frauen doppelt so häufig wie Männer.

Behandlungen sind wichtig
"Wichtig ist die Früherkennung und Aufklärung über adäquate Behandlungsmöglichkeiten",

betonte Psychosomatik-Experte Stephen Aita von der Klinik Höhenried. Ansonsten drohten akute Verschlechterung und Chronifizierung.

Bayern geeignet zum Entspannen

Jeder Mensch hat irgendwann einmal Stress – sei es im Beruf oder im Privatleben. Stress muss nicht immer schädlich sein, in Maßen kann er uns zu mehr Leistung anspornen. Doch wenn der Stress zu viel wird, kann es gefährlich werden. Daher ist Zeit zum Entspannen sehr wichtig. Und wo ginge das besser als im schönen Bayern? Eine Übersicht:

1. Spaziergang im Wald

„Gehen ist des Menschen beste Medizin“, soll bereits Hippokrates, der Begründer der griechischen Heilkunde, gesagt haben. Wir haben in Bayern rund 2,606 Millionen Hektar Wald die größte Waldfläche aller Bundesländer und dort ist die Luft besonders gut. Schöne Wanderrouten hat Bayern ebenfalls: Wanderwege im Bayerischen Wald zählen zu den beliebtesten Strecken.

Foto: FelixMittermeier/pixabay

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, dass sich jeder Mensch pro Woche zwischen zweieinhalb und fünf Stunden moderat bewegen sollte – oder 75 bis 150 Minuten intensiv. Auch eine Mischung aus mittlerer und intensiver Aktivität ist möglich, so eine Kombination aus Fitnesstraining und Spaziergängen. Schon bei einem kurzen Waldspaziergang sinkt das Stresshormon Kortisol im Körper.

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2. Kurze Wellness-Auszeit

In Bayern gibt es fast 50 verschiedene Kurorte und Heilbäder, die man besuchen kann. Dort wird eine Vielzahl unterschiedlicher Behandlungen angeboten. Ob Reha oder Wellnessaufenthalt: Für jeden findet sich das passende Angebot. 

Foto: Denny Müller/unsplash

Ob in Oberstdorf im Allgäu oder in Rehlegg bei Berchtesgaden: Bayern hat eine riesige Auswahl. Doch auch für diejenigen, die sich kein Hotel leisten können oder wollen, haben wir Tipps:

  • Lasst euch in eurem vertrauten Zuhause ein Schaumbad ein und hört dazu entspannende Musik. Selbst so ein kleiner, aber feiner Wellnessabend in der Badewanne kann Wunder bewirken.
  • Auch ein Gang in die Sauna kann angenehm sein, um den Kopf frei zu bekommen.

Da es bei Wellness in erster Linie darum geht, sich selbst etwas Gutes zu tun, gibt es bei der Kreativität keine Grenzen. Wer beispielsweise Puzzeln entspannend findet, kann auch einen Abend mit Tee und Puzzeln verbringen. Es geht darum, dass es euch entspannt.

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3. Ein Tag am See

Bayern ist das Land der Seen – wusstest ihr das? Bei uns im Freistaat gibt es rund 430 große und kleine Seen. Besonders in den Alpen gibt es wunderschöne Bergseen. Sie erinnern an die imposanten Fjorde in Norwegen oder mit ihrem türkisblauen Wasser an die Karibik. Viele davon könnt ihr übrigens auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad umrunden. Am Wasser zu sein, befreit unser überfordertes Gehirn von dieser Überstimulation. Forscher haben inzwischen auch beeindruckende Nachweise darüber gefunden, wie gut Aufenthalte an Gewässern unserem Gehirn tatsächlich tun. Der Meeresbiologe Dr. Wallace J. Nichols schreibt darüber in seinem Buch Blue Mind.

Foto: Darko Nesic/unsplash

Die beliebtesten Seen in Bayern sind:

  • Königssee
  • Walchensee
  • Eibsee
  • Alpsee
  • Schrecksee
  • Chiemsee
  • Forggensee

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4. Besuch einer Therme

Der Besuch von Thermen und Bädern kann die Gesundheit nachhaltig fördern. Bereits die alten Römer setzten deshalb auf die Nutzung von Thermalquellen. Lange vor Christi Geburt wusste man bereits über deren Vorteile bei der Regenerierung von Körper und Geist Bescheid. Im warmen Wasser der Thermalwasser lösen sich Entspannungen besonders gut. Der Körper ist schwerelos und zusammen mit der angenehmen Wassertemperatur entfaltet sich ein spürbarer Entspannungseffekt. 

Foto: Roberto Nickson/unsplash

Unter den Thermen in Bayern sind zum Beispiel die größte Therme der Welt in Erding, das exotische Südseeparadies Bad Wörishofen oder die Natur-Therme Bedernau. Die Kombination aus Bergpanorama und heißem Thermalwasser machen viele Thermen in Bayern sogar zu den schönsten Thermen in Deutschland.

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5. In einem Buch versinken

Mag banal klingen - ist es aber nicht. Denn Lesen lindert Stress und fördert Entspannung. Einer Studie der University of Sussex zufolge kann das Lesen den aktuellen Stresspegel um bis zu 68 Prozent senken. Zwar ist ein großer Teil dieser Entspannung wohl dem Stillsitzen zuzuschreiben – doch genau dazu werden wir beim Lesen meist „gezwungen“. Ihr müsst die Bücher auch nicht kaufen, denn Bibliotheken hat Bayern viele. Und schöne Orte zum Lesen auch:

Foto: Alex Block/unsplash

Ob im gemütlichen Café von nebenan oder in der großen Bibliothek, am See oder im Park. Bayern bietet viele Möglichkeiten für eine ruhige Umgebung. Durch die historische Parkanlage Eremitage in Bayreuth spazieren und dann mit einem Buch in das Café setzen oder in der der bayerischen Staatsbibliothek die Ruhe genießen.

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6. Sonnenaufgänge genießen

Sonnenstrahlen erzeugen Wärme, so können Verspannungen gelöst werden und der Körper kann entspannen. Zudem kriegt ihr auch noch gute Laune. Mit Hilfe der Sonne könnt ihr außerdem Vitamin D tanken, das schlechte Stimmung vorbeugt. Ihr seht - das Sonnenlicht hat viele positive Auswirkungen auf unseren Körper. Auch Meditationen in der Sonne werden empfohlen, um die Wärme und das Licht noch bewusster wahrnehmen und noch besser entspannen zu können. Wer gerne wandern gehen, kann sich auch auf eine Sonnenaufgangstour begeben. 

Foto: Dawid Zawiła/unsplash

Ob auf den Hochstaufen, dem Spitzstein oder der Rotwand - Bayern hat einige geeignete Berge. Achtet bei solchen Touren aber unbedingt auf das richtige Equipment und geht nicht alleine in die Berge, vor allem nicht, wenn ihr den Berg nicht kennt. 

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