30.08.2021 | Haus & Garten Die Hauswinkelspinne kommt - diesmal früher als erwartet

Sie ist groß, hat lange Beinchen und sucht nach einem warmen Plätzchen im Haus: Die Hauswinkelspinne ist früher als geplant wieder auf dem Einmarsch in Bayern. Warum das so ist und was ihr dagegen tun könnt, erfahrt ihr hier.

Für manche von uns wohl der wahrgewordenen Albtraum mit haarigen Beinen: Die Hauswinkelspinne. Ihr Körper kann über einen Zentimeter groß werden, ihre Beine sind bis zu acht Zentimeter lang und ihre Färbung bewegt sich von von hell-ocker bis braun-grau. Und auch wenn der Herbst laut Kalender noch auf sich warten lassen sollte, will die Hauswinkelspinne auf Grund der kalten Temperaturen aktuell nur eins: Ein warmes Plätzchen. Da kommen offene Fenster und Türen sehr gelegen.

Die Spinnen suchen förmlich die Nähe von uns Menschen. Vorwiegend in Kellern, Schuppen, Scheunen. Aber auch das Wohnzimmer kann schon mal als Winterlager auserkoren werden. Die gute Nachricht: Die Gattung der "Tegenaria", zu der die Hauswinkelspinne gehört, ist harmlos. Sollte die Spinne tatsächlich beißen, hat man nichts zu befürchten. Gruselig ist es trotzdem wenn so ein Horror-Exemplar im Bad auf einen wartet.

Nicht töten - lieber aussetzen

Auch wenn es etwas Überwindung kostet, sollte man die Hauswinkelspinne nicht einfach einsaugen, oder anderweitig um die Ecke bringen. Denn die Spinnen sorgen dafür, dass uns andere Insekten nicht auf die Nerven gehen. Kaum vorstellbar mit wie vielen Fliegen, Mücken und Co. wir zu kämpfen hätten, gäbe es die Spinnen nicht. Hochgerechnet auf alle Spinnen der würde das 400 bis 800 Millionen Tonnen Insekten pro Jahr bedeuten. Das haben jetzt Wissenschaftler aus der Schweiz und Schweden herausgefunden.

Hauswinkelspinne fern halten

Damit die Hauswinkelspinne erst gar nicht in die Wohnung kommt, gibt es verschiedenen Mittel, um sie fernzuhalten: 

  • Fliegengitter an Türen und Fenstern anbringen: So kommt die Spinne erst gar nicht ins Haus.
  • Auch aus der Kategorie Vorbeugen: Dichtet Risse oder Ritzen im Mauerwerk ab oder verschließt Lüftungsrohre mit Gittern oder Netzen.
  • Gründliches Putzen und ätherische Öle im Putzwasser: Spinnen können Gerüche wie Putzmittel, Essig und ätherische Öle wie Minze, Eukalyptus oder Teebaumöl überhaupt nicht leiden. Einfach ein paar Tropfen ins Putzwasser geben.

Was tun wenn die Spinne einmal da ist?

Ist die Hauswinkelspinne erstmal da, gilt Ruhe bewahren. Sie ist weder giftig, noch gefährlich. Aber wie bringt man sie nach draußen? Stülpt einfach ein Glas über das Tier und schiebt ein Stück Pappe oder Karton zwischen Glas und Wand. Tragt die Spinne ins Freie und lasst sie erst mindestens 50 Meter vom Haus entfernt frei. Vielleicht bietet sich so auch die Chance die Hauswinkelspinne mal näher zu betrachten ohne Angst zu habe und der Ekel schlägt in Faszination um.