19.09.2022 | Haus & Garten Kälteeinbruch in Bayern: Wie viel spart ihr bei einem Grad weniger heizen?

ÖKO-TEST hat nachgerechnet, ob Heizen und Geld sparen - überhaupt geht? Draußen ist es richtig kühl geworden, denn statt Spätsommer ist in den letzten Tagen in Bayern bereits Herbst angesagt! Zuhause will man es meistens eben dann warm haben, trotz steigender Energiepreise. Etwas Geld einzusparen schadet dabei nie.

Foto: creativemariolorek/Adobe Stock

Eine gute Dämmung im Haus verringert den Energieverbrauch beim Heizen und spart laut Umweltbundesamt schnell eine halbe Tonne und mehr CO2 pro Person und Jahr. Auch Mieter könnten 20 bis 25 Prozent Gas oder Öl und damit je nach Wohnungsgröße eine halbe oder ganze Tonne CO2 einsparen, sagt Rainer Grießhammer, der langjährige Geschäftsführer des Freiburger Öko-Instituts.

Was kostet ein Grad mehr?

Der eine erfriert bei 23 Grad, der andere schwitzt bei 20 Grad. Wie warm euer Zuhause sein muss, damit ihr euch wohlfühlt, ist natürlich von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Tatsächlich sind beim Thema Heizkosten schon kleine Veränderungen hilfreich für den Geldbeutel. Denn jedes Grad Raumtemperatur macht sechs Prozent der Heizkosten aus. Das bedeutet, dass der Unterschied von 20 zu 24 Grad, also vier Grad, eine Einsparung von etwa einem Viertel der Energiekosten mit sich bringt. Je nach Größe eures Zuhauses sind das im Jahr durchaus ein paar hundert Euro. Die genaue Sparformel könnt ihr bei dem neuen Ökotest nachlesen.

Richtig heizen - so geht's 

1. Heizen und Lüften

Heizen und Lüften helfen, in eurem Zuhause ein gesundes Wohnklima zu schaffen und Schimmel vorzubeugen.

"Ein Vier-Personen-Haushalt gibt pro Tag zwischen sechs und zwölf Liter Wasser an die Luft ab. Wird diese Feuchtigkeit nicht regelmäßig rausgelüftet, kann sie Schimmel auslösen – sowohl in Wohnungen mit undichten Fenstern und Dächern als auch in energetisch sanierten Häusern mit Wärmeschutzfenstern.",

so die Verbraucherzentrale Bayern. Wenn die Räume nicht ausreichend oder gar nicht beheizten sind, ist die Gefahr besonders groß

2. Heizung richtig einstellen

Wie oft habt ihr eure Heizung schon eingestellt? Wahrscheinlich selten bis nie und im Extremfall befindet sich die Steuerung sogar noch in der Werkseinstellung bei Auslieferung und wurde nie auf das jeweilige Gebäude angepasst! Wenn ihr die Heizungsanlage richtig einstellt, könnt ihr 10 bis 15 Prozent Energie einsparen, schreibt die Verbraucherzentrale Bayern. Weitere Informationen zur Heizungsoptimierung findet ihr hier.

3. Heizkörper freistellen

Versteckt eure Heizkörper nicht hinter Vorhängen oder Möbeln. Sie sorgen dafür, dass sich die Wärme dahinter staut und nicht richtig an den Raum abgegeben wird. Das Zimmer wird dadurch nicht gleichmäßig warm. Auch wichtig: Haltet eure Heizkörper sauber, denn auch Staub kann die Wärmeabgabe mindern, warnt die Verbraucherzentrale Bayern.

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