13.05.2022 | Lifestyle Pigmentkrankheit und Hörgeräte: Die Barbie-Puppen werden inklusiver

Die Barbie-Puppe gilt als eine der bekanntesten Puppen der Welt und gehört damit zu den Spielzeugklassikern. Mit neuen Puppen möchte Barbie-Hersteller Mattel nun erneut für mehr Diversität sorgen. Was euch erwartet, lest ihr hier.

Foto: Mark Lennihan/AP/dpa

Barbie und Ken galten für sehr lange Zeit, als ideales, perfektes Traumpaar-Klischee: Ken, der strahlende, muskulöse, charmante Mann. Barbie, die blonde und schlanke Perfektion einer Frau. Doch mit der Zeit veränderte sich unsere Gesellschaft und die vermeintliche "Norm". Das möchte auch der Puppenhersteller mittragen.

Zwei neue Versionen bald auf dem Markt

Mattel, der Hersteller von Barbie und Ken, veröffentlichte sein neues Lineup 2022 und bringt unter anderem eine Barbie mit Hörgerät, einen Ken mit der Pigmentstörung Vitiligo sowie einen schmächtigeren Ken auf den Markt. 

Was ist das Ziel der Diversität?

Mit neuen Barbie-Designs bemüht sich der Spielzeughersteller, die bisher zu wenig vertretenen Frauentypen, Körperformen und Kleidungsstile besser zu berücksichtigen.

"Es ist wichtig, dass Kinder sich in den Produkten wiederfinden und zum Spielen mit Puppen ermutigt werden, die ihnen nicht ähneln, um ihnen zu helfen, die Bedeutung der Inklusion zu verstehen und zu feiern", 

erklärt Lisa McKnight, Executive Vize-Präsidentin von Mattel.

Ab wann sind die Puppen erhältlich?

Ab Juni 2022 sollen die neuartigen Barbies und Kens erhältlich sein. Doch es gab auch schon in den vergangenen Jahren einige diverse Neuzugänge, darunter die 2016 verkaufte, kurvigere Puppe oder Ken mit langem Haar und Batik-Shirt. Auch eine Barbie im Rollstuhl kam bereits auf den Markt sowie Puppen mit verschiedene Hautfarben. 

Kritik an Hersteller

Das Unternehmen möchte sich noch nicht vollkommen vom bisherigen Schönheitsideal trennen. Im neuen Barbie-Lineup sind nur schlanke Puppen vertreten. Die 2016 verkaufte, kurvigere Puppe, wurde von Kindern nicht so gut angenommen. Da scheint es also noch viel nachzuholen zu geben. Nicht selten werden die Ankündigungen auch von der Kritik begleitet, dass ein Modell viel zu spät auf den Markt komme oder sich noch zu sehr nach veralteten Schönheitsidealen richte. 

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