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Wer gilt als langweilig? Studie beschreibt Stereotypen und wie sie wirken

In einer schnellen Welt mit Social Media und ewig wechselnden Trends stellen wir uns schnell die Frage "Sind wir langweilig?". Eine britische Studie hat die Antwort und erklärt, was für Eigenschaften eine stereotypisch langweilige Person ausmacht.

Frau schaut gelangweilt Foto: adobe stock / master1305

Besonders heutzutage ist es besonders leicht, das Gefühl zu haben, nicht genug zu unternehmen. Auf Facebook, Instagram und Co. springen die Menschen von einer Aktivität zur nächsten, während ihr vielleicht entspannt auf dem Sofa den Tag ausklingen lasst. Eine wissenschaftliche Studie aus England ist der Sache etwas gründlicher nachgegangen und hat untersucht, welche persönlichen Eigenschaften allgemein im Vorurteil als langweilig bezeichnet werden.

Seid ihr langweilig?

Die meisten Menschen möchten nicht als langweilig bezeichnet werden. Doch wer gilt als langweilig und ist das schlimm, langweilig zu sein? Natürlich nicht. 

Die University of Essex hat sich genau diesem Thema gewidmet. Bei einer Befragung von 500 Menschen haben sich folgende Merkmale einer stereotypisch langweiligen Person herauskristallisiert:

  • Eigenschaften: keine eigene Meinung, kein Humor, häufiges Beschweren, Schweigsamkeit, Einfallslosigkeit
  • Interessen und Hobbys: Religion, Fernsehen, Tierbeobachtung, Mathematik, Schlafen
  • Berufe: Datenanalyse, Buchhaltung, Steuer/Versicherungen, Reinigung, Bankenwesen

Diese Studie wurde vor allem weitergeführt, weil "langweilige" Menschen von der Allgemeinheit als weniger begehrlich empfunden werden. Das passt mit folgender Erkenntnis der Studie zusammen: Menschen, die als weniger aufregend aufgefasst werden, sollen gleichzeitig wenig zwischenmenschliche Wärme ausstrahlen. 

Was kann man gegen Vorurteile tun?

Genau wie bei anderen Vorurteilen auch gilt hier: lasst euch nicht von solchen allgemein Einschätzungen abschrecken. Viel mehr sollte hier der Spruch "Stille Wasser sind tief" gelten. Eine Person, die nach außen total ruhig und unaufgeregt wirkt, kann euch vollkommen von den Socken hauen mit ihren geheimen Interessen und Leidenschaften. Vor allem auch im privaten Umfeld und mit vertrauten Personen, sind nach außen wirkende Menschen häufig im vertrauten Umfeld ganz anders. Das gilt sowohl für die Partnersuche als auch für das alltägliche Miteinander mit euren Mitmenschen. Ähnlicher Meinung ist auch der Leiter der Studie Dr. Wijnand Van Tilburg.

Schon die Tatsache, dass Menschen sich dafür entscheiden, sie zu meiden, kann zu sozialer Ausgrenzung führen und die Einsamkeit verstärken, was sich negativ auf ihr Leben auswirkt.

Dr. Wijnand Van Tilburg. 

Wie Van Tilburg gegenüber brigitte.de schön formuliert: Menschen als langweilig abzustempeln, ist langweilig.

Im Gegenteil, auch Menschen die vorlaut sind, aufbrausend oder immer unterhaltsam können viel anstrengender sein. Ein ruhiger Mensch im Freundeskreis kann daher ausgleichend wirken und ist meist eben gar nicht so langweilig, wie es auf den ersten Blick wirkt. 

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