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Der Biergarten-Knigge: Manieren rund um Essen und Getränke

Es ist in Ordnung die eigene Brotzeit mitzunehmen. Darf auch Essen in den Biergarten bestellt werden? Wir sagen euch was ihr am besten lassen solltet!

Biergarten mit Schild Lifestyle Foto: adobe stock / fottoo

Das eigene Essen oder Getränke in ein Restaurant mitzubringen ist nicht gerne gesehen. Biergärten machen in Bayern bekanntlich eine Ausnahme. Seit 1812 dürfen Besucher ihre eigene Brotzeit verzehren. Das ist ein ungeschriebenes Gesetz, weil die Gärten dem umliegenden Gastronomie Betrieb nicht in die Quere kommen sollten. Das soll allerdings nicht übertrieben werden!

Was kann man in den Biergarten mitnehmen?

Die klassische bayerische Brotzeit ist erlaubt und sollte nicht überschritten werden. Dazu zählen:

  • Brotaufstriche wie Obazda, Butter (Salz und Pfeffer zum Verfeinern)
  • Rohkost in Form von Tomaten, Radieschen, Gurken, Radi (weißer Rettich)
  • Kalte Speisen wie Wurstsalat, Kartoffelsalat
  • Brotbeläge Wurst und Käse

Wenn ihr euch an dieser Liste orientiert, seid ihr auf der sicheren Seite. Für alle anderen Fragen haben wir euch eine No-Go Liste zusammengestellt.

Das geht im Biergarten gar nicht

Viele Gäste haben das Biergarten Brotzeit Gesetz leider etwas strapaziert und eine große Diskussion unter den Betreibern angezettelt. Um nicht negativ aufzufallen, oder gar rausgeschmissen zu werden, vermeidet ihr am besten folgendes:

  • kein Buffet: Brotzeit sollte in Maßen genossen werden. Wenn ihr auf den Bierbänken ein großes Angebot zur Selbstbedienung vorbereitet, riskiert ihr einen Rauswurf.
  • Lieferservice verboten: Eine Pizza, Sushi oder sonst was in den Biergarten geliefert zu bekommen gilt als besondere Frechheit. Ich denke wir können uns einig sein, dass hier die Grenze weit überschritten wird.
  • Eigene Getränke: Die eigene Brotzeit ja, eigene Getränke bitte zu Hause lassen. Die gibt es vor Ort und sollen dort auch gekauft werden.

Abgesehen von den Lebensmitteln gelten natürlich ähnliche Regeln wie sonst in der Stadt auch:

  • Telefonieren: Gespräche am Telefon so führen, dass Gäste in der Umgebung nicht gestört werden
  • Ruhestörung: Einige Biergärten befinden sich in bewohnten Nachbarschaften. Auch hier gilt also die Nachtruhe ab 22 Uhr. 
  • Platz teilen: Vor allem an schönen Sommerabenden wird es gerne sehr voll im Biergarten. Stellt euch also darauf ein, euren Tisch mit anderen Gästen zu teilen.

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