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Reisen mit Bargeld oder Kreditkarte? Tipps für den Urlaub

Bald fangen die Sommerferien in Bayern an und da stellt sich für viele die Frage: Soll ich im Ausland mit Bargeld oder doch lieber mit der Kreditkarte zahlen? ANTENNE BAYERN Service Experte Simon Nappenbach klärt euch auf.

Geld auf einem Tisch neben Muscheln Reisen Foto: RomanR/Adobe Stock

Wenn es um die Finanzierung von Reisen geht, stehen viele Urlauber vor der Frage, ob sie Bargeld oder ihre Kreditkarte verwenden sollten. Beide Optionen haben ihre Vor- und Nachteile, und die Wahl hängt von verschiedenen Faktoren ab. ANTENNE BAYERN Service Experte Simon Nappenbach erklärt, worauf ihr bei eurem nächsten Urlaub achten solltet.

Kreditkarte oder Bargeld?

Die Entscheidung, ob ihr mit Bargeld oder Kreditkarte reisen solltet, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Es ist zum einen immer abhängig vom Reiseziel, welches Zahlungsmittel dort üblich ist. Die generelle Empfehlung, ist es auch immer eine Kreditkarte dabei zu haben – mit dieser kann man auch außerhalb der EU bezahlen und Geld abheben.

Nehmt genug Bargeld mit, um in Situationen zu bezahlen, in denen Kreditkarten nicht akzeptiert werden, und nutzt eure Kreditkarte für größere Ausgaben oder als Backup. Verwahrt Bargeld und eure Kreditkarte getrennt voneinander, um das Risiko eines Totalverlusts zu minimieren.

Tipp: Reisekasse mischen

Wenn ihr eine Pauschalreise gebucht habt, genügt in der Regel die Girocard (EC-Karte) für kleine Ausgabe, da Hotel, Flug bzw. Fahrt meistens schon bezahlt sind, so Stiftung Warentest. Dennoch ist es gut, wenn ihr auch etwas Bargeld dabei habt und eine Kreditkarte. Bei Individualreisen, also selbst geplanten Reisen, wäre eine Kreditkarte immer sinnvoll! Zum Beispiel wenn ihr einen Mietwagen ausleihen möchtet. Obacht: Wenn das V-Pay-Zeichen auf eurer Girocard steht, dann funktioniert sie im wesentlichen nur in Europa

Was muss ich beachten, wenn ich im Ausland Geld abhebe?

  • Informiert euch im Voraus: Überprüft, ob euer Bankkonto und eure Kreditkarte für internationale Transaktionen freigeschaltet sind. Informiert euch auch über mögliche Gebühren und Wechselkurse, die von eurer Bank oder eurem Kreditkartenunternehmen erhoben werden. Wer mit Kreditkarte im Ausland zahlt, der zahlt im Schnitt laut Stiftung Warentest unnötige Gebühren.
  • Geldautomaten nutzen: Geldautomaten sind in den meisten Ländern weit verbreitet und bieten oft eine bequeme Möglichkeit, Bargeld in der Landeswährung abzuheben. Sucht nach Geldautomaten in vertrauenswürdigen und sicheren Bereichen, wie Flughäfen, Banken oder Einkaufszentren. Lehnt außer­halb der Euro-Länder am Geld­automaten die Sofortum­rechnung in Euro ab, rät Stiftung Warentest und wählt die Abrechnung in Landes­währung. 
  • Vermeidet Geldwechselbüros am Flughafen: In der Regel bieten Geldwechselbüros am Flughafen ungünstigere Wechselkurse und höhere Gebühren als Geldautomaten oder Banken. Es ist ratsam, zunächst nur eine kleine Menge Bargeld für unmittelbare Ausgaben am Flughafen zu tauschen und dann später an einem Geldautomaten bessere Konditionen zu erhalten.
  • Wählt die richtige Karte: Bei der Auswahl einer Kreditkarte für den Geldbezug im Ausland solltet ihr darauf achten, dass sie international akzeptiert wird und dass mögliche Gebühren für Auslandseinsätze und Währungsumrechnungen angemessen sind. Momentan gibt es vier Anbieter, bei denen ihr gratis Kreditkarten bekommt. Dazu gehören die Genial Card von der Hanseatic Bank und die Visa-Karten von der Bank Norwegian, die Karte der Awa7 und Barclays Visa. Diese ziehen das Geld direkt per Lastschrift von eurem Bankkonto ab. Also habt ihr da auch nach dem Urlaub keinen Stress das Geld wieder zurück zu überweisen.
  • Währungsumrechnung ablehnen: Wenn ihr an einem Geldautomaten im Ausland Geld abheben, werdet ihr oft gefragt, ob ihr die Transaktion in eurer Heimatwährung oder in der Landeswährung durchführen möchtet. Wählt immer die Landeswährung (in der Regel als "lokale Währung" oder "ohne Umrechnung" bezeichnet), da dies in der Regel günstigere Wechselkurse bietet als die Umrechnung durch den Geldautomaten.
  • Sicherheitsvorkehrungen treffen: Seid vorsichtig, wenn ihr Geld am Geldautomaten abhebt. Verdeckte die Tastatur beim Eingeben eurer PIN und überprüft den Geldautomaten auf mögliche Manipulationen. 

Debitkarte, Girocard, Kreditkarte oder Maestro - Was ist der Unterschied?

1. Debitkarte

Eine Debitkarte ist mit eurem Bankkonto verknüpft und ermöglicht es euch, direkt auf euer Guthaben zuzugreifen. Wenn ihr eine Zahlung mit einer Debitkarte tätigt, wird der Betrag sofort von eurem Bankkonto abgebucht. Debitkarten werden in der Regel von Banken ausgegeben und tragen häufig das Logo von Visa oder Mastercard. Ihr könnt mit Debitkarten Geld abheben und Zahlungen in Geschäften tätigen, die Debitkarten akzeptieren.

2. Girocard

Die Girocard ist eine in Deutschland weit verbreitete Debitkarte, die von deutschen Banken ausgegeben wird. Sie ermöglicht euch den Zugriff auf euer Girokonto und wird oft mit dem Electronic Cash-System verbunden, das es euch ermöglicht, in Geschäften bargeldlos zu bezahlen. Girocard-Zahlungen werden in der Regel direkt von eurem Bankkonto abgebucht.

3. Kreditkarte

Eine Kreditkarte ist eine Karte, mit der ihr Kredite von einem Kreditkartenunternehmen erhalten könnt. Wenn ihr eine Zahlung mit einer Kreditkarte tätigt, leiht ihr euch Geld von der Kreditkartenfirma, um den Kauf zu tätigen. Ihr erhaltet eine monatliche Kreditkartenabrechnung, die den Gesamtbetrag der Ausgaben enthält, den ihr zurückzahlen müsst. Ihr könnt den Gesamtbetrag entweder sofort oder in Raten zurückzahlen, wobei Zinsen anfallen können. Kreditkarten werden oft von Banken oder Kreditkartenunternehmen wie Visa, Mastercard, American Express oder Discover ausgegeben.

4. Maestro

Maestro ist ein internationales Debitkartensystem, das von Mastercard betrieben wird. Maestro-Karten funktionieren ähnlich wie Debitkarten und ermöglichen es euch, direkt auf euer Bankkonto zuzugreifen, um Zahlungen zu tätigen oder Geld abzuheben. Doch die Maestro-Funktion von Girokarten ist künftig nicht mehr verfügbar. Bislang konnten Kunden auch im Ausland problemlos mit dieser Karte bezahlen und Geld abheben. Ohne diese Funktion ist die Girocard nur noch in Deutschland uneingeschränkt nutzbar. Nach Angaben der Deutschen Kreditwirtschaft wählen Banken und Sparkassen jetzt neue Partner für die Auslandsnutzung. Bereits vergebene Girocards mit Maestro-Funktion behalten aber ihre Gültigkeit bis zu dem auf der Karte vermerkten Datum.

Service Experte Simon Nappenbach ANTENNE BAYERN

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