Das ändert sich im September 2026: Die wichtigsten Neuerungen für Bayern
Der September 2026 bringt zahlreiche Neuerungen für Verbraucher in Bayern und der EU: Strengere Vorgaben gegen Greenwashing, neue Gewährleistungslabels, mehr Unterstützung bei der Steuererklärung, digitale Sicherheit und Transparenz bei KI-Musik. Alle wichtigen Änderungen und Termine lest ihr hier.
Der September 2026 steht im Zeichen von neuen EU-Regeln für Verbraucher, digitale Sicherheit, Steuern und Transparenz bei Musikstreaming.
Hier erfahrt ihr, was sich in Bayern und der gesamten EU ändert:
- Unterstützung bei der Steuererklärung
- Alkoholverbot an Bahnhöfen
- Neue Regel gegen Greenwashing
- Neue Vorgaben für Nachhaltigkeitssiegel
- Neue Labels für kaputte Produkte
- Mehr digitale Sicherheit
- Spotify sagt KI den Kampf an
- Warntag: 10. September
- Gelbes Band an Obstbäumen: bitte ernten
- 191. Oktoberfest
Unterstützung bei der Steuererklärung
Zu Beginn des Monats treten am 1. September die meisten Anpassungen im Steuerberatungsgesetz in Kraft. Lohnsteuerhilfevereine dürfen künftig mehr Menschen bei der Steuererklärung unterstützen.
Die bisherige Einkommensgrenze für Nebeneinkünfte von 18.000 Euro für Alleinstehende und 36.000 Euro für Ehepaare entfällt. Wer neben seinem Gehalt auch Mieteinnahmen oder Kapitaleinkünfte hatte, konnte bisher von der Beratung ausgeschlossen sein – das ist jetzt vorbei. Nach Schätzung des Finanzministeriums können dadurch rund 35.500 weitere Steuerpflichtige die Hilfe eines Lohnsteuerhilfevereins nutzen.
Alkoholverbot an Bahnhöfen
Die Deutsche Bahn führt ab dem 1. September ein Alkoholkonsumverbot an Bahnhöfen ein. Zunächst gilt es in Berlin, Kiel und Braunschweig, bis Mitte Oktober dann bundesweit an allen 5.400 Bahnhöfen. Der Konsum ist auf Bahnsteigen und in Bahnhofshallen untersagt, bleibt aber in der Gastronomie und beim Mitführen verschlossener Getränke erlaubt.
Neue Regel gegen Greenwashing
Ab dem 27. September werden europäische Vorgaben gegen irreführende Aussagen rund um Nachhaltigkeit, Klima und Umwelt beim Einkaufen umgesetzt. Unternehmen dürfen Produkte künftig nicht mehr ohne ausreichende Nachweise als „umweltfreundlich“ oder „nachhaltig“ bewerben.
Allgemeine Umweltversprechen sind nur noch erlaubt, wenn sie durch anerkannte Siegel wie den Blauen Engel oder das EU-Ecolabel belegt werden können.
Neue Vorgaben für Nachhaltigkeitssiegel
Auch bei Nachhaltigkeitssiegeln gelten künftig strengere Vorgaben. Anbieter dürfen nicht mehr mit selbst erstellten oder beliebigen Umweltzeichen werben. Nur Siegel, die auf einem extern überwachten Zertifizierungssystem basieren oder von einer Behörde vergeben werden, bleiben zulässig. So erkennt ihr leichter, welche ökologischen Vorteile eines Produkts tatsächlich belegt sind.
Neue Labels für kaputte Produkte
Ebenfalls ab dem 27. September sollen Verbraucher in der EU leichter erkennen können, welche Rechte sie bei einem defekten Produkt haben. Händler müssen ein einheitliches Gewährleistungslabel verwenden, das auf den mindestens zweijährigen Anspruch auf kostenlose Reparatur oder Ersatz hinweist. Ist ein Produkt mangelhaft, besteht grundsätzlich Anspruch auf eine kostenlose Reparatur oder Ersatz.
Auf freiwilliger Basis können Hersteller zudem das GARAN-Label einsetzen und eine Garantie auf die Haltbarkeit eines Produktes aussprechen. Verbraucher sehen so auf einen Blick, wie lang der Hersteller für die Funktionsfähigkeit des Produktes einsteht.
Mehr digitale Sicherheit
Immer mehr Alltagsgeräte wie Router, Smart-Home-Geräte und Softwareprodukte sind mit dem Internet verbunden. Das europäische Cyberresilienzgesetz soll Verbraucher künftig besser vor Risiken schützen.
Ab dem 11. September müssen Hersteller digitaler Produkte schwerwiegende Sicherheitsvorfälle innerhalb von 24 Stunden melden. Die umfassenden Regelungen werden erst 2027 vollständig wirksam. Für Verbraucher ändert sich zunächst wenig, aber Nutzer erfahren künftig schneller von Sicherheitslücken und können sich besser schützen.
Spotify sagt KI den Kampf an
Ab Mitte September müssen AI Personas, also Interpreten, die von KI generiert wurden, innerhalb Spotify gekennzeichnet werden. Außerdem entfernt der Streamingdienst die KI-Songs aus automatischen Empfehlungen und Playlisten. Die Songs bleiben jedoch auf der Plattform erhalten.
Um KI-generierte Musik zu erkennen, setzt Spotify auf freiwillige Kennzeichnung durch Produzenten, eigene Prüfteams und automatisierte Analyseverfahren. In den nächsten Monaten soll zudem eine Meldefunktion für Nutzer hinzukommen.
Warntag: 10. September
Am 10. September 2026 findet gegen 11 Uhr erneut der bundesweite Warntag statt. Dabei werden deutschlandweit die Kommunikationsstrukturen für den Fall von Katastrophen und Großschadensereignissen getestet. Die Warnung wird unter anderem über Mobiltelefone und digitale Anzeigetafeln verbreitet. Gegen 11:45 Uhr soll die Entwarnung erfolgen.
Gelbes Band an Obstbäumen: bitte ernten
Ein gelbes Band soll jetzt wieder dafür sorgen, dass kiloweise Obst gerettet werden. Das Band heißt, dass sich jeder einfach an den markierten Bäumen bedienen darf. Jeder, der einen Obstbaum im Garten stehen hat, oder auch die Stadt selbst, kann den einfach mit einem gelben Band umwickeln und alle anderen können sich dran bedienen.
Das größte Volksfest der Welt startet
Das 191. Oktoberfest 2026 findet vom 19. September bis 4. Oktober auf der Münchner Theresienwiese statt. Den Auftakt bildet der traditionelle Fassanstich durch Oberbürgermeister Dominik Krause am 19. September um 12 Uhr.
Neu 2026: Die Musikzeiten werden ausgeweitet, wochentags darf ab 11 Uhr und am Wochenende ab 10 Uhr Musik gespielt werden – bis 12 Uhr ausschließlich traditionelle Blasmusik. Damit sollen Besucherströme entzerrt werden. Die Stadt setzt zudem auf verbesserte Besucherlenkung und moderne Sicherheitsmaßnahmen, um Überfüllung zu vermeiden. Außerdem gibt es inzwischen zehn kostenlose Trinkwasserbrunnen auf dem Gelände. Die Hälfte aller Stände und Attraktionen bietet mittlerweile auch Kartenzahlung an.