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Bayern überarbeitet Lehrpläne: Mehr Zeit für Medienkompetenz, Social Media und KI an Schulen – Kultusministerin Stolz kündigt Änderungen an

Bayern will die Lehrpläne an den Schulen verschlanken, damit mehr Zeit für Medienkompetenz bleibt. Künftig sollen Themen wie Social Media, Künstliche Intelligenz und der Umgang mit Fakenews stärker im Unterricht behandelt werden. Was das für Schüler und Eltern bedeutet, lest ihr hier.

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Anna Stolz Lennart Preiss/dpa

Bayern überarbeitet die Lehrpläne an den Schulen, um mehr Zeit für Medienkompetenz zu schaffen. Ab dem kommenden Schuljahr will das Kultusministerium gezielt Platz im Unterricht schaffen, damit Lehrer wichtige Themen wie Social Media und Künstliche Intelligenz (KI) stärker behandeln können. Kultusministerin Anna Stolz betont: „Wir werden die Lehrpläne so überarbeiten, dass mehr Raum für Medienkompetenz entsteht."

Mehr Zeit für Medienkompetenz im Unterricht

Im Fokus steht, dass Schülerinnen und Schüler lernen, wie sie Fakenews erkennen und KI sinnvoll nutzen können. Dazu gehört auch der kritische Umgang mit digitalen Medien und das Bewusstsein für Datenschutz und Persönlichkeitsrechte. Stolz erklärt: „Wenn wir mehr Medienkompetenz fordern, dann braucht es auch Zeit dafür – das geht nicht einfach zusätzlich, sondern wir schaffen gezielt Freiräume im Lehrplan.“

Enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus

Kultusministerin Stolz hebt hervor, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Eltern ist: „Nur gemeinsam mit den Eltern können wir erreichen, dass Kinder und Jugendliche verantwortungsvoll mit digitalen Medien umgehen.“ Während der verantwortungsvolle Umgang mit digitalen Medien im Unterricht vermittelt wird, findet die intensive Nutzung von Smartphones und sozialen Netzwerken meist zu Hause statt. Nur gemeinsam könne ein positiver Effekt erzielt werden.

Empfehlungen des Aktionsrats Bildung

Der Aktionsrat Bildung der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft fordert in einem aktuellen Gutachten eine gesetzliche Altersbegrenzung für Social-Media-Plattformen. Kinder und Jugendliche sollen nur altersgerechte Inhalte konsumieren und vor manipulativen Funktionen sowie Werbung geschützt werden. Außerdem empfiehlt das Expertengremium, die private Nutzung digitaler Endgeräte an Schulen bis zur zehnten Klasse auf den lernbezogenen Einsatz zu beschränken.