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Betrüger erbeuten über 125.000 Euro mit Schockanrufen

Mit erfundenen Notlagen setzen Betrüger drei Senioren in Oberfranken unter Druck. Die Opfer übergeben Bargeld, Gold und Schmuck.

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Älterer Mensch telefoniert Bernd Weißbrod/dpa

Stammbach/Kulmbach/Neunkirchen am Brand (dpa/lby) - Betrüger haben mit sogenannten Schockanrufen in Oberfranken Bargeld und Goldmünzen im Wert von mehr als 125.000 Euro sowie Schmuck erbeutet. In drei Fällen brachten die Täter Senioren mit erfundenen Notlagen dazu, ihre Wertsachen an unbekannte Männer zu übergeben, wie die Polizei mitteilte.

In Stammbach (Landkreis Hof) erzählten die Betrüger einer Seniorin, ihre Tochter benötige wegen einer Krebserkrankung ein rund 200.000 Euro teures Medikament aus der Schweiz. Nach einem dreistündigen Telefonat übergab die Frau mehr als 30.000 Euro Bargeld und Schmuck an einen Abholer.

In Kulmbach erbeuteten die Täter Bargeld und Goldmünzen im Wert von mehr als 70.000 Euro. Auch dort behaupteten sie, die Tochter des Opfers sei in Lebensgefahr und benötige dringend eine teure Behandlung. Der Abholer soll etwa 40 Jahre alt gewesen sein und fränkischen Dialekt gesprochen haben. Eine Fahndung blieb erfolglos.

In Neunkirchen am Brand (Landkreis Forchheim) übergab ein Senior rund 25.000 Euro. Eine angebliche Polizistin hatte ihm zuvor erzählt, seine Tochter habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Mit einer Kaution könne er verhindern, dass sie ins Gefängnis müsse.

© dpa-infocom, dpa:261023-930-881680/1