Bundesregierung prüft Streichung der Einspeisevergütung für neue Solaranlagen – Das könnte sich für Hausbesitzer in Bayern ändern
Die Bundesregierung prüft aktuell, die Einspeisevergütung für neue private Solaranlagen zu streichen. Noch ist nichts beschlossen, aber die Pläne könnten vor allem Hausbesitzer in Bayern betreffen, die sich eine Photovoltaikanlage anschaffen möchten.
Was ist die Einspeisevergütung?
Bisher erhalten Besitzer von Solaranlagen eine Vergütung, wenn sie überschüssigen Strom ins öffentliche Netz einspeisen. Diese Zahlung könnte für neue Anlagen wegfallen. Ziel ist es, die Kosten für die Energiewende zu senken, da die Vergütung aus dem Bundeshaushalt finanziert wird.
Wird der Strompreis günstiger?
Serafin von Roon von der Forschungsstelle für Energiewirtschaft in München erklärt: „Der Strompreis selbst wird sich durch diese Maßnahme erstmal nicht ändern.“
Die Finanzierung der Einspeisevergütung laufe über den Bundeshaushalt und könnte sich so maximal auf die Steuern auswirken. "Aber das sind Größenordnungen, da werden wir nicht direkt etwas spüren."
Lohnt sich eine Solaranlage noch?
Von Roon betont: „Es wird immer wichtiger, den eigenen Strom selbst zu nutzen.“ Durch die Elektrifizierung von Heizung, etwa mit einer Wärmepumpe, und den Einsatz von Elektroautos steige bei vielen der Eigenverbrauch. So könne eine Solaranlage weiterhin wirtschaftlich bleiben.
Speicher werden immer wichtiger
Ein Stromspeicher hilft, den selbst erzeugten Strom auch dann zu nutzen, wenn die Sonne nicht scheint. „Speicher werden günstiger und immer wichtiger, um den eigenen Strom später zu nutzen“, sagt von Roon. Wer mehr Strom selbst nutzt, macht sich unabhängiger vom Strommarkt.
Fazit
Auch ohne Einspeisevergütung könnte sich eine Solaranlage auf dem eigenen Dach lohnen – vor allem, wenn ihr möglichst viel Strom selbst nutzt und in einen Speicher investiert.