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Daimler-Truck-Werk in Cheb: Diese Chancen sieht Wunsiedel

Daimler Truck plant ein neues Werk in Cheb in Tschechien, nur wenige Kilometer von der Grenze zu Bayern entfernt. Im Fichtelgebirge löst das konkrete Erwartungen aus.

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Grenze nach Tschechien Daniel Vogl/dpa/Daniel Vogl

Wunsiedel (dpa/lby) - Der Nordosten Bayerns will von den Plänen des Lkw-Herstellers Daimler Truck für eine neue Produktionsstätte in Cheb (Eger) in Tschechien profitieren. «Eine Investition dieser Größenordnung direkt vor unserer Haustür kann zu einem echten Standortvorteil für das Fichtelgebirge werden», sagte der Wunsiedler Landrat Peter Berek (CSU) laut Mitteilung. «Diese Chance wollen wir nutzen. Wir haben viel zu bieten - für Unternehmen, die sich im Umfeld des neuen Werks ansiedeln wollen, ebenso wie für Menschen, die dort arbeiten und im Fichtelgebirge leben möchten.»

Weiter sagte er: «Eine Investition dieser Größenordnung wenige Kilometer von unserer Landkreisgrenze entfernt muss uns bewegen.» Cheb, das Fichtelgebirge und die Region Karlsbad seien wirtschaftlich längst eng miteinander verflochten. «Wir denken die Grenzregion inzwischen als gemeinsamen Wirtschaftsraum.» 

Das plant Daimler-Truck in Tschechien

Im Frühjahr hatte der Dax-Konzern aus Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart angekündigt, einen Teil seiner Lkw-Produktion nach Tschechien zu verlagern. Bis zum Ende des Jahrzehnts, wurde damals mitgeteilt, solle ein Montagestandort in Cheb entstehen. Ausgelegt sei der neue Standort auf eine Produktionskapazität von rund 25.000 Einheiten pro Jahr. Gut 1.000 Arbeitsplätze seien vorgesehen. 

Der Landkreis hat inzwischen einen Arbeitskreis installiert, der sich um die Auswirkungen der Ansiedlung im Nachbarland kümmern soll. Zudem will Wunsiedel die Kontakte zur Stadt Cheb, zur Region Karlsbad, zu Wirtschaftsakteuren auf tschechischer Seite und zu Daimler Truck ausbauen. Man wolle die Möglichkeiten des Fichtelgebirges aktiv in die Gespräche einbringen. Dazu gehörten wirtschaftliche Potenziale ebenso wie die Wohn- und Lebensqualität der Region, hieß es weiter.

© dpa-infocom, dpa:260829-930-601933/1