Premiere in Bayern: In Dettelbach fährt die erste vollelektrische Mainfähre – Tradition und Hightech vereint auf dem Wasser, kostenlose Fahrten in der Einführungswoche
Tradition trifft Innovation: In Dettelbach gleitet jetzt die erste vollelektrische Mainfähre fast lautlos über den Main. Die neue E-Fähre „Thetila“ ersetzt die alte „Herta“ und sorgt für Aufsehen. Was sie so besonders macht und warum die Fahrten aktuell gratis sind – alle Informationen dazu gibt’s hier.
In Dettelbach in Unterfranken ist ein neues Kapitel aufgeschlagen: Die erste vollelektrische Mainfähre Bayerns ist im Einsatz und verbindet Tradition mit modernster Technik. Die neue Fähre „Thetila“ ersetzt die alte „Herta“ und sorgt für Begeisterung bei den Dettelbachern und Besuchern.
Tradition und Innovation am Main
Die Mainfähren gehören in Bayern zum immateriellen Kulturerbe. Mit der neuen E-Fähre zeigt Dettelbach, dass sich Tradition und Hightech nicht ausschließen. „Thetila“ gleitet fast lautlos über den Main – nur das Plätschern des Wassers ist zu hören. Im Vergleich zur Vorgängerin „Herta“, die 67 Jahre im Dienst war, ist das ein großer Fortschritt.
Vollelektrisch und umweltfreundlich
Die Akkus der neuen Fähre reichen für etwa zwei Tage Betrieb und werden über Nacht aufgeladen. Während herkömmliche Fähren mit bis zu 90 Dezibel unterwegs sind, bleibt es auf der „Thetila“ angenehm leise. Die Überfahrt dauert rund 1,5 Minuten für knapp 100 Meter.
Gratis-Fahrten zum Einstand
Aktuell läuft der Fährbetrieb noch mit Unterbrechungen. Es kann zu Wartezeiten kommen, dafür sind die Fahrten in der Einführungswoche kostenlos. Die Stadt Dettelbach möchte so möglichst vielen die Gelegenheit geben, die neue Fähre kennenzulernen. Und das nach sieben Jahren Planung, Diskussionen und Bau. Bürgermeister Matthias Bielek spricht von einem „surrealen, aber schönen“ Moment. Die offizielle Schiffstaufe mit großem Fest ist für den 15. August geplant.
Alte Fähre bleibt als Reserve
Die alte Fähre „Herta“ bleibt noch einige Zeit als Reserve an der Schleuse. Später wird entschieden, wie es mit ihr weitergeht – denkbar sind verschiedene Nachnutzungen, etwa als Restaurant oder Spielplatz.