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Keltengold von Manching: Ermittler durchsuchen Grundstück des Hauptverdächtigen in Mecklenburg-Vorpommern – Suche nach gestohlenem Goldschatz geht weiter

Mehr als drei Jahre nach dem spektakulären Diebstahl des Keltengolds aus dem Museum in Manching suchen Ermittler erneut nach dem Großteil der Beute. Das Bayerische Landeskriminalamt durchkämmt aktuell das Grundstück des Hauptverdächtigen in Mecklenburg-Vorpommern. Alle Hintergründe und Details zur aktuellen Durchsuchung lest ihr hier.

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Goldschatz der Kelten aus Museum gestohlen Frank Mächler/dpa

Mehr als drei Jahre nach dem Diebstahl des Keltengolds von Manching laufen die Ermittlungen weiter auf Hochtouren. Das Bayerische Landeskriminalamt (BLKA) durchsucht aktuell das Grundstück des Hauptverdächtigen und seiner Lebensgefährtin in Plate bei Schwerin, Mecklenburg-Vorpommern. Ziel ist es, den bislang verschwundenen Großteil des gestohlenen Goldschatzes zu finden.

Hintergrund: Der Diebstahl im kelten römer museum manching

Im November 2022 wurde der größte keltische Goldfund des 20. Jahrhunderts aus dem kelten römer museum manching gestohlen. Vier Täter wurden nach umfangreichen Ermittlungen festgenommen und vom Landgericht Ingolstadt zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Von den gestohlenen Goldmünzen – insgesamt rund 3 Kilogramm Gold – konnte bisher nur ein kleiner Teil sichergestellt werden.

Neue Durchsuchung nach Hinweisen auf das Keltengold

Aktuelle Erkenntnisse führten dazu, dass die Ermittler das Wohnanwesen des Hauptverdächtigen und seiner Partnerin erneut durchsuchen. Die Soko OPPIDUM geht davon aus, dass sich die noch fehlenden 411 Goldmünzen und der Goldgusskuchen weiterhin im Besitz des Hauptverdächtigen befinden. Die Ermittler vermuten, dass das Gold sowie größere Mengen Bargeld professionell auf dem Grundstück versteckt wurden.

Modernste Technik und internationale Unterstützung

Die Durchsuchung erfolgt mit modernster Röntgen- und Radartechnik. Jedes Zimmer wird vermessen und mit Bauplänen abgeglichen, um mögliche Verstecke zu entdecken. Auch die Bodenplatte des Hauses und das gesamte Grundstück werden mit Bodenradar untersucht. Unterstützung erhalten die Ermittler von der Tatortgruppe des Bundeskriminalamtes, der von der OSZE geleiteten Heritage Crime Task Force sowie internationalen Experten und vier Goldspürhunden aus Ungarn.

Vorwurf der Geldwäsche und Unterstützung durch die Lebensgefährtin

Das neue Ermittlungsverfahren richtet sich gegen den Hauptverdächtigen, der aktuell in der JVA München-Stadelheim einsitzt, sowie gegen seine Lebensgefährtin. Dem Hauptverdächtigen wird vorgeworfen, einen Teil der Goldmünzen eingeschmolzen und versteckt zu haben, um deren Herkunft zu verschleiern. Die Lebensgefährtin soll beim Absetzen des Goldes geholfen und Bargeld krimineller Herkunft entgegengenommen haben.

Bedeutung des Keltengolds für Bayern

Das gestohlene Keltengold gilt als bedeutendes Kulturgut der bayerischen Geschichte. Die Suche nach dem Schatz hat für die Ermittler höchste Priorität und wird mit großem Aufwand fortgesetzt.

Beteiligte Behörden und internationale Zusammenarbeit

An den Maßnahmen sind zahlreiche Behörden beteiligt, darunter das BLKA, die Staatsanwaltschaft Ingolstadt, das Bundeskriminalamt, die Heritage Crime Task Force der OSZE, internationale Forensik-Experten, das Nationalmuseum Budapest sowie verschiedene Polizeieinheiten und Zollbehörden.