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Ermittlungen wegen Wahlfälschung in Unterfranken

Durchsuchungen, Verdacht auf manipulierte Stimmzettel - und ein Beschuldigter: Was steckt hinter den Ermittlungen in Wülfershausen?

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Kommunalwahlen in Bayern Pia Bayer/dpa

Schweinfurt (dpa/lby) - Wegen Verdachts der Wahlfälschung bei den Kommunalwahlen in Wülfershausen a.d. Saale im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld ermittelt die Staatsanwaltschaft Schweinfurt gegen den Ersten Bürgermeister. «Im Raum steht die Manipulation von Stimmzetteln zur Gemeinderatswahl, der Wahl zum Ersten Bürgermeister und der Kreistagswahl», teilte die Anklagebehörde mit. Es habe in diesem Zusammenhang am Freitag Durchsuchungen in Wülfershausen gegeben. 

Die Untersuchungen würden durch die Staatsanwaltschaft in enger Abstimmung mit der Kriminalpolizeiinspektion Schweinfurt und dem Landratsamt Rhön-Grabfeld geführt, hieß es weiter. Der Beschuldigte habe Angaben zur Sache gemacht, so die Staatsanwaltschaft. Einzelheiten zu seinen Angaben und zum Stand der Ermittlungen könnten derzeit aber nicht gemacht werden. Es gelte die Unschuldsvermutung.

Mehrere Medien hatten berichtet. Die «Mainpost» schreibt, der Bürgermeister habe auf Anfrage der Zeitung «keine Stellungnahme» zu dem Sachverhalt abgeben wollen. Am Abend war der Bürgermeister telefonisch nicht erreichbar.

© dpa-infocom, dpa:260323-930-856438/1