Nach Führerschein-Reform: Bayerns Fahrschulen kämpfen mit bis zu 70 Prozent weniger Neuanmeldungen
Die geplante Führerschein-Reform von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder sorgt für große Unsicherheit. Bayerns Fahrschulen kämpfen mit einem drastischen Rückgang der Neuanmeldungen – teilweise um bis zu 70 Prozent. Warum das so ist und welche Folgen das hat, erfahrt ihr hier.
Im Oktober hat Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder die Eckpunkte für eine umfassende Führerschein-Reform vorgestellt. Ziel ist es, den Führerschein günstiger und moderner zu machen. Geplant sind unter anderem weniger Fragen im Theorie-Test, digitaler Unterricht und mehr Übungsstunden am Simulator. Doch diese Ankündigungen haben in Bayern eine unerwartete Folge: Viele Fahrschulen verzeichnen einen drastischen Rückgang bei den Neuanmeldungen.
Bis zu 70 Prozent weniger Neuanmeldungen
Siegfried Winter vom Landesverband Bayerischer Fahrlehrer berichtet, dass die Zahl der Neuanmeldungen in einigen Fahrschulen um bis zu 70 Prozent zurückgegangen ist. Diese Entwicklung sorgt für große Sorgen in der Branche.
Warum warten Fahrschüler?
Viele potenzielle Fahrschüler hoffen laut Winter darauf, dass der Führerschein durch die Änderungen günstiger wird und verschieben ihre Anmeldung. Winter sieht das kritisch. Er glaubt auch nicht, dass der Führerschein billiger wird. Steigende Kosten für Versicherungen, Sprit und Fahrzeuge würden die Einsparungen durch die Reform vermutlich auffressen.