Gespinstmotten in Bayern: Warum eingesponnene Sträucher und Bäume aktuell kein Grund zur Sorge sind
Viele Bäume und Sträucher in Bayern sind aktuell von auffälligen, weißen Netzen überzogen. Was auf den ersten Blick gespenstisch wirkt, ist das Werk der harmlosen Gespinstmotten. Warum ihr euch keine Sorgen machen müsst und wie sich die Pflanzen wieder erholen, lest ihr hier
Viele Bäume und Sträucher in Bayern sind aktuell von weißen, netzartigen Gespinsten überzogen. Verantwortlich dafür sind die Gespinstmotten – harmlose Raupen, die sich durch die Blätter fressen und dabei auffällige Schutznetze spinnen.
Was sind Gespinstmotten?
Die auffälligen Gespinste stammen von den Traubenkirschen- oder Pfaffenhütchen-Gespinstmotten (Yponomeuta sp.). Die Raupen ernähren sich fast ausschließlich von Traubenkirschen und Pfaffenhütchen. Sobald sie einen passenden Baum gefunden haben, umhüllen sie sich und die Pflanze mit einem leuchtend-weißen, seidenartigen Netz.
Keine Gefahr für Mensch und Tier
Sowohl die Raupen als auch das Gespinst sind völlig harmlos. Im Gegensatz zu den gefürchteten Eichenprozessionsspinnern besitzen Gespinstmotten-Raupen keine abwehrenden Haare, die allergische Reaktionen auslösen könnten. Es besteht also kein Allergierisiko.
Wie wirken sich die Gespinste auf die Pflanzen aus?
Kleine Bäume und Sträucher können kurzfristig komplett kahl gefressen werden. Das sieht dramatisch aus, ist aber kein Grund zur Sorge: Die betroffenen Pflanzen treiben im Sommer meist wieder aus. Das Gespinst verursacht also keinen dauerhaften Schaden. Daher einfach Ruhe bewahren. Ruhe bewahren und nicht entfernen: Die Netze schützen die Raupen vor Fressfeinden und sind Teil des natürlichen Ökosystems.