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Gladbacher Unmut über Rot für Reitz: «Extrem hart»

Borussia Mönchengladbach kassiert in München eine erwartbare Niederlage. Der Platzverweis von Rocco Reitz ist dabei ein besonderes Ärgernis - gerade mit Blick auf die nächsten Spiele im Abstiegskampf.

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Bayern München - Bor. Mönchengladbach Harry Langer/dpa

München (dpa) - Mehr als die erwartbare Niederlage beim FC Bayern erzürnte die Verantwortlichen von Borussia Mönchengladbach die Rote Karte für Kapitän Rocco Reitz. Der Mittelfeldspieler wird deswegen nach dem 1:4 am Freitagabend wegen einer Sperre mindestens eine der drei anstehenden wichtigen Partien im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga verpassen. In den kommenden Spielen trifft die Mannschaft auf den FC St. Pauli, den 1. FC Köln und erneut daheim auf den 1. FC Heidenheim. 

«Das beeinflusst die nächsten Wochen», kommentierte Trainer Eugen Polanski verärgert. Reitz hatte beim 1:4 in der zweiten Spielhälfte beim Stand von 0:2 nach einem mit Elfmeter geahndeten Zweikampf mit Bayern-Stürmer Nicolas Jackson wegen Vereitelung einer klaren Torchance die Rote Karte bekommen. 

Schiri verweist aufs Regelwerk

Schiedsrichter Robert Schröder nannte seine Entscheidung alternativlos. Es habe sich um ein «Haltevergehen» gehandelt, ohne Chance für Polanski, den Ball zu spielen. «Das Regelwerk lässt mir - wenn ich den Elfmeter pfeife - nichts anderes möglich», sagte Schröder bei Sky.

«Die reimen sich immer etwas zurecht», sagte Polanski zur Begründung des Unparteiischen. Er nannte den Entscheidungsverlauf in der kniffligen Szene, «erst Vorteil, dann Elfmeter und Rot, extrem hart». Gladbachs Sportchef Rouven Schröder wollte sich lieber «nicht in Rage reden», als er die Szene bewerten sollte. «Ihr könnt es beurteilen», sagte er im Gespräch mit den Reportern.

Schröder befürchtet zwei Spiele Sperre

Schröder äußerte die Befürchtung, dass Reitz vom DFB für zwei Spiele gesperrt werden könnte. Er wollte sich aber nach dem verlorenen Spiel in München mit dem Platzverweis «gar nicht so lang aufhalten, weil Freitag Pauli kommt. Das wird ein ganz, ganz wichtiges Spiel», sagte Schröder. 

Polanski stimmte der Auftritt in München für den weiteren Kampf um den Klassenerhalt jedoch zuversichtlich. «Ich habe eine Mannschaft gesehen, die sich gewehrt hat, die als Team agiert», sagte der Chefcoach. Das gebe ihm ein «gutes Gefühl» für die kommenden Aufgaben. «Spätestens mit dem Elfmeter und der Roten Karte ist das Spiel gegessen gewesen», meinte er.

© dpa-infocom, dpa:260307-930-781554/1