Neues Sensorikpflaster „ViseKat“: Echtzeit-Überwachung von Verletzten bei Katastrophen
Ein intelligentes Vitalsensorikpflaster soll Einsatzkräften in Bayern künftig helfen, Verletzte bei Katastrophen und schweren Unfällen besser zu überwachen. Das Projekt „ViseKat“ wird an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt mit Fraunhofer-Instituten entwickelt. Alle Informationen dazu lest ihr hier.
Ein neuartiges Vitalsensorikpflaster könnte die medizinische Versorgung bei Katastrophen und schweren Unfällen in Bayern und darüber hinaus nachhaltig verbessern. Das intelligente Pflaster erfasst wichtige Vitalwerte wie Herzfrequenz, Atemfrequenz, Blutdruck und Sauerstoffsättigung und übermittelt die Daten in Echtzeit an eine zentrale Einsatzleitung.
Echtzeit-Überwachung für mehr Sicherheit
Wenn es viele Verletzte gibt, ist es bisher kaum möglich, Vitalzeichen ständig im Auge zu haben. Oft werden die Patienten nur einmal untersucht. Das neue Pflaster sendet die ständig Daten und übermittelt auch den Standort des Verletzten. So können Notärzte und Sanitäter schnell eingreifen, wenn sich der Zustand eines Verletzten verschlechtert.
Bessere Versorgung im Katastrophenfall
Das Ziel: Die Versorgung betroffener Personen soll auf den aktuellen Gesundheitszustand ausgerichtet werden. Die digitale Lösung unterstützt Einsatzkräfte bei Entscheidungen, wer zuerst behandelt werden muss (Triage) und sorgt für einen effizienteren Einsatz medizinischer Ressourcen.
Entwicklung an der THWS mit Fraunhofer-Instituten
Das Projekt „ViseKat“ wird am Institut für Rettungswesen, Notfall- und Katastrophenmanagement (IREM) der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS und dem Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC entwickelt. Das Bundesforschungsministerium fördert das Vorhaben mit mehr als 600.000 Euro.
Das Verbundprojekt vereint Expertise aus Rettungswesen, Sensorik und Medizintechnik. Die THWS zählt zu den größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern und arbeitet eng mit Behörden, Kliniken und Wissenschaftspartnern zusammen.