Realbrandausbildung für Bayerns Feuerwehren: Landesfeuerwehrverband Bayern und Dräger setzen Partnerschaft bis 2028 fort – Trainings an 60 Standorten in Bayern
Bayerns Feuerwehrkräfte erhalten praxisnahe Ausbildung: Der Landesfeuerwehrverband Bayern und Dräger verlängern ihre Partnerschaft bis 2028. Mit dem mobilen Brandübungscontainer Fire Dragon 1000 werden an 60 Standorten neue Trainingsmodule zu Brandverläufen und Einsatzhygiene angeboten. Alle Infos dazu lest ihr hier.
Realbrandausbildung Bayern: Hintergrund und Ziele
Die Realbrandausbildung ist ein zentraler Baustein für die Sicherheit der Feuerwehrkräfte in Bayern. Seit 2015 trainieren Einsatzkräfte mit einer mobilen Anlage von Dräger unter realen Bedingungen. Ziel ist es, die Routine und Handlungssicherheit im Einsatz zu stärken – besonders für Atemschutzgeräteträger, die zu den herausforderndsten Aufgaben im Feuerwehrdienst gehören.
Partnerschaft zwischen Landesfeuerwehrverband Bayern & Dräger geht weiter
Der Landesfeuerwehrverband Bayern und Dräger setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit bis 2028 fort. Das Projekt wird vom Bayerischen Innenministerium finanziert. Bereits zum vierten Mal in Folge profitieren bayerische Feuerwehren von der praxisnahen Ausbildung.
Neue Trainingsmodule: Brandverlauf und Einsatzhygiene
Das erweiterte Konzept integriert neue Module, die auf aktuelle Anforderungen eingehen:
- Das Ampelschema zur Lagebeurteilung, etabliert an den bayerischen Feuerwehrschulen, wird systematisch in die Trainings eingebunden.
- Maßnahmen zur Einsatzhygiene und Entkleidungsprozeduren helfen, gesundheitliche Belastungen durch Rauchgase zu reduzieren.
- Technische Neuerungen im Fire Dragon 1000 ermöglichen die Darstellung verschiedener Brandverläufe in Gebäuden.
Fire Dragon 1000: Technik und Standorte
Von 2026 bis 2028 kommt die holzbefeuerte Brandübungsanlage Fire Dragon 1000 an rund 60 Standorten in Bayern zum Einsatz. Die Anlage simuliert realistische Szenarien und ergänzt die Ausbildung an den Feuerwehrschulen. Bislang haben rund 16.000 Feuerwehrkräfte an den Trainings teilgenommen.
Bedeutung für Atemschutzgeräteträger und Ehrenamt
Die Ausbildung stärkt das Vertrauen der Einsatzkräfte, auch unter Belastung sicher zu agieren. Moderne Bauweisen und der vermehrte Einsatz kunststoffhaltiger Materialien machen Brände heute gefährlicher – fundiertes Wissen über Brandverläufe ist daher essenziell. Die hochwertige Ausbildung ist ein Zeichen der Wertschätzung für die überwiegend ehrenamtlichen Feuerwehrmitglieder in Bayern.
Investition in Sicherheit: Finanzierung und Wertschätzung
Der Freistaat Bayern hat seit 2014 fast fünf Millionen Euro für die Realbrandausbildung bereitgestellt. Die Kosten für Betrieb und Schulung des Brandübungscontainers werden vollständig übernommen. Bei der Auftaktveranstaltung zur „Realbrandausbildung 4.0“ betonte Innenstaatssekretär Sandro Kirchner die Bedeutung des Projekts für die Sicherheit der Feuerwehrfrauen und -männer in Bayern.