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Isar Aerospace: Erneuter Rückschlag beim Raketenstart – Deutsche Raumfahrtfirma muss weiteres technisches Problem lösen

Die deutsche Weltraumfirma Isar Aerospace hat erneut einen Rückschlag erlitten: Ein technisches Problem zwang das Unternehmen, den geplanten Raketenstart abzubrechen. Warum der Start scheiterte und wie es für die deutsche Raumfahrt weitergeht, erfahrt ihr hier.

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Isar Aerospace -/Isar Aerospace/dpa

Die deutsche Weltraumfirma Isar Aerospace musste ihren geplanten Raketenstart erneut abbrechen. Ein technisches Problem sorgte dafür, dass die Rakete nicht wie geplant abheben konnte. Die Entwicklung zeigt, wie herausfordernd der Weg in den Orbit für deutsche Unternehmen aktuell ist.

Technisches Problem stoppt Raketenstart

Der Start der "Spectrum"-Rakete vom Weltraumbahnhof im norwegischen Andoya wurde abgebrochen, nachdem ein Leck in einem Druckbehälter entdeckt wurde. Das Unternehmen aus Ottobrunn bei München teilte mit, dass Startabbrüche in der Raketenindustrie keine Seltenheit sind. Jeder Versuch bringe wertvolle Erkenntnisse für die Weiterentwicklung.

Mehrere gescheiterte Versuche in der Vergangenheit

Bereits Ende März war ein Start wegen technischer Probleme abgebrochen worden. Auch zuvor gab es Rückschläge – unter anderem, weil ein norwegischer Fischer die Sicherheitszone nicht rechtzeitig verlassen hatte. Beim ersten Testflug vor rund einem Jahr stürzte die Rakete kurz nach dem Start ab.

Große Hoffnungen für die deutsche Raumfahrt

Die 28 Meter lange "Spectrum"-Rakete soll künftig zivile und militärische Satelliten in erdnahe Umlaufbahnen bringen. Trotz der aktuellen Rückschläge ist das Unternehmen nach eigenen Angaben bis 2028 ausgebucht. Die Mission "Onward and Upward" sollte mehrere Kleinsatelliten ins All transportieren.

Europäische Unabhängigkeit von SpaceX & Co.

Die europäischen Staaten wollen unabhängiger von außereuropäischen Weltraumfirmen wie SpaceX werden. Auch aus sicherheitspolitischen Gründen betonte Bundeskanzler Friedrich Merz die Bedeutung eigener Trägersysteme. Neben Isar Aerospace arbeiten auch Rocket Factory Augsburg (RFA) und HyImpulse an Lösungen für den Transport von Kleinsatelliten.

Bedeutung für Bayern und die Raumfahrtbranche

Isar Aerospace mit Sitz in Bayern zählt zu den wichtigsten deutschen Raumfahrt-Start-ups. Zu den Geldgebern gehört unter anderem Porsche SE. Die Entwicklung eigener Raketen ist ein wichtiger Schritt, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und europäischen Raumfahrt zu sichern.