Zum Hauptinhalt springen

Kartoffelernte in Bayern fällt schlecht aus

Kartoffelsalat, Knödel, Pommes, Bratkartoffeln - die Kartoffel ist aus der bayerischen Küche nicht wegzudenken. In diesem Jahr machte Hitze und Trockenheit den Knollen zu schaffen.

ANTENNE BAYERN ANTENNE BAYERN GmbH & Co. KG ANTENNE BAYERN Logo
Kartoffel-Ernte Malin Wunderlich/dpa

Fürth (dpa/lby) - In Bayern ist die Kartoffelernte schlecht ausgefallen. Die Landwirte ernteten etwa 1,2 Millionen Tonnen Kartoffeln, das sind 36,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor, wie das Landesamt für Statistik mitteilte. 

Auch im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2025 sank die Erntemenge um 26,4 Prozent. Rein rechnerisch könnte jede Bayerin und jeder Bayer im Jahr 91 Kilogramm heimische Kartoffeln verspeisen.

Ende August hatte der Bayerische Bauernverband (BBV) bereits darauf hingewiesen, dass die extreme Hitze ab Ende Juni das Wachstum der Pflanzen gestoppt habe. Wassermangel, die Schilf-Glasflügelzikade, die die Pflanzenkrankheiten Stolbur und SBR überträgt, und eine verkleinerte Anbaufläche seien weitere Probleme.

Preise deutlich höher als im Vorjahr

Die überdurchschnittliche Ernte des Vorjahres hatte zu einem Überangebot auf dem Markt geführt. Aktuell liegen die Erzeugerpreise laut BBV bei 29,20 Euro netto für 100 Kilo festkochende Speisekartoffeln. Ein Jahr zuvor wurden gerade einmal 12,10 Euro gezahlt. 

Die Landesvereinigung der Erzeugergemeinschaften hatte deshalb den Betrieben empfohlen, Anbauflächen zu reduzieren, um Angebot und Nachfrage anzugleichen. Die Kartoffelfläche im Freistaat ging nach Angaben der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) um vier Prozent auf 37.378 Hektar zurück. Betroffen waren Verarbeitungs- und Speisekartoffeln. 

Die Anbaufläche für Stärkekartoffeln habe dagegen zulegen können. Aus diesen Kartoffeln wird Stärke gewonnen, die für die Lebensmittelproduktion, aber auch in der Industrie verwendet wird.

© dpa-infocom, dpa:261002-930-779208/1