Katastrophenfall am Saurüsselkopf endet
Tagelang hielten Feuer und Glutnester die Einsatzkräfte am Saurüsselkopf in Atem. Jetzt gibt es eine gute Nachricht.
Ruhpolding (dpa/lby) - Nach dem Waldbrand am Saurüsselkopf in den Chiemgauer Alpen endet der Katastrophenfall. Er sollte mit dem Dienstag auslaufen, wie das Landratsamt Traunstein mitteilte. Begründet wurde die Entscheidung mit einer «deutlich stabilisierten Lage im Einsatzgebiet»: «Der offene Brand ist gelöscht, die Nachlöscharbeiten zeigen erkennbare Fortschritte. Die Vorgaben des Katastrophenfalls sind damit nicht mehr erfüllt», hieß es in der Mitteilung.
Einsatz noch nicht beendet
Das Ende des Katastrophenfalls bedeute aber nicht das Ende des Einsatzes. Weiterhin gilt den Angaben zufolge eine «besondere Einsatzlage». Im Gelände bestehen laut Landratsamt weiterhin Risiken durch Glutnester. Es soll darum weiter nachgelöscht und kontrolliert werden. Viele Glutnester sitzen den Angaben zufolge tief im Waldboden, unter Wurzeln oder in abgestorbenem Holz. Sie müssen freigelegt und gezielt gelöscht werden.
«Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass der Bereich, in dem es gebrannt hat, weiterhin ein Gefahrenbereich ist», betonte Einsatzleiter Christof Grundner. Der Bereich bleibe darum weiter gesperrt, die Bundesstraße 305 soll ab Mittwoch aber wieder für den Verkehr freigegeben werden.
Landrat: «Keine vollständige Entwarnung»
«Mit dem Ende des Katastrophenfalls gehen wir einen wichtigen Schritt zurück in die Regelstruktur. Das ist möglich, weil sich die Lage am Saurüsselkopf deutlich stabilisiert hat», sagte Landrat Andreas Danzer. «Gleichzeitig sage ich ganz klar: Das ist keine vollständige Entwarnung für das Gelände. Die Nachlöscharbeiten gehen weiter, und die Sicherheit der Einsatzkräfte und der Bevölkerung hat weiterhin oberste Priorität.»
Das Feuer in dem schwer zugänglichen Gebiet an dem 1.270 Meter hohen Berg bei Ruhpolding (Landkreis Traunstein) war vor gut einer Woche entdeckt worden. Nach Angaben von Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) handelt es sich um einen der größten Waldbrände in Bayern in den vergangenen Jahrzehnten.