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Klimaanlage auf Rezept? Bayerischer Landtag lehnt Grünen-Antrag für Hitzeschutz ab

Klimaanlage auf Rezept – diese Idee stand heute im Fokus des Bayerischen Landtags. Die Grünen forderten ein Sofortprogramm mit 20.000 mobilen Klimageräten und 200 Millionen Euro für Hitzeschutz in Bayern. Warum der Antrag abgelehnt wurde und welche Maßnahmen geplant waren, lest ihr hier.

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Hitze in Griechenland - Klimaanlage Socrates Baltagiannis/dpa

Die nächste Hitzewelle kommt bestimmt – und der Schutz besonders gefährdeter Menschen in Bayern steht im Mittelpunkt. Im Landtag wurde heute über ein umfassendes Hitzeschutz-Programm der Grünen diskutiert. Ziel war es, mit gezielten Maßnahmen ältere Menschen, Schwangere, Kinder und Pflegebedürftige besser vor extremer Hitze zu schützen.

Klimaanlage auf Rezept: So sollte das Modell funktionieren

Die Grünen forderten, dass der Freistaat Bayern 20.000 mobile Klimaanlagen zentral beschafft. Diese sollten über Apotheken an besonders schutzbedürftige Menschen – wie ältere Menschen, Schwangere oder Personen in häuslicher Pflege – auf ärztliche Verordnung ausgeliehen werden können. Die Geräte könnten so lange genutzt werden, bis die Temperaturen wieder sinken.

Hitzeschutz für Schulen, Kitas und Pflegeeinrichtungen

Neben den Klimaanlagen auf Rezept sah das Sofortprogramm weitere Maßnahmen vor:

  • 100 Millionen Euro für Hitzeschutz an über 16.000 Schulen und Kindertageseinrichtungen in Bayern. Das Geld sollte in mobile Verschattung, Sonnensegel, Trink- und Abkühlungsangebote, Baumpflanzungen sowie Kühlwesten und mobile Klimaanlagen für besonders belastete Räume fließen.
  • 100 Millionen Euro für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, um Kühldecken, Kühlwesten und Klimaanlagen bereitzustellen. Damit sollten rund 175.000 stationäre Plätze und etwa 100.000 Beschäftigte besser vor Hitze geschützt werden.

Kritik an hohen Kosten – Antrag abgelehnt

Im Landtag stieß der Antrag vor allem wegen der hohen Kosten auf Ablehnung. Die Mehrheit der Abgeordneten lehnte das Sofortprogramm ab. Die Grünen betonten, dass guter Hitzeschutz Leben retten könne und forderten, die Finanzierung im Nachtragshaushalt 2027 zu berücksichtigen.

Weitere Maßnahmen für mehr Hitzeschutz in Bayern

Die Grünen fordern darüber hinaus:

  • Mehr Bäume und Grünflächen in Städten
  • Begrünte Dächer und Fassaden
  • Hitzebeständiges Bauen und klimaangepasste Stadtplanung
  • Eigene Maßnahmenpläne für Medizin, Pflege und Notfallversorgung bei extremer Hitze

Laut Robert-Koch-Institut sind infolge der jüngsten Hitzewelle in Deutschland ähnlich viele Menschen gestorben wie während der Hochphase der Corona-Pandemie.

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