Krankenstand 2025 leicht rückläufig – Bayern bleibt bundesweit unter den gesündesten Regionen, aber Langzeiterkrankungen und psychische Belastungen steigen
Bayern zählt weiterhin zu den gesündesten Regionen Deutschlands: Der Krankenstand bei AOK-Versicherten ist 2025 leicht gesunken. Wo leben in Bayern die gesündesten Menschen? Alle Infos hier.
Der Krankenstand in Bayern ist im Jahr 2025 laut aktuellen Zahlen der AOK Bayern leicht zurückgegangen. Mit einem Wert von 5,8 Prozent (Rund 21 Tage) liegt der Freistaat weiterhin deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von 23 Tagen und zählt zu den gesündesten Regionen Deutschlands. Das bedeutet, dass die Beschäftigten im Schnitt an 5,8 Prozent aller Arbeitstage krankgeschrieben waren. Nur Berlin und Baden-Württemberg weisen noch niedrigere Werte auf.
Regionale Unterschiede beim Krankenstand
Innerhalb von Bayern zeigen sich deutliche regionale Unterschiede. In Oberbayern ist der Krankenstand mit 5,1 Prozent am niedrigsten. Besonders positiv fallen die Landkreise Garmisch-Partenkirchen, Ebersberg und München auf. In Oberfranken hingegen liegt der Wert mit 6,7 Prozent am höchsten, wobei der Landkreis Kronach mit 7,8 Prozent den Spitzenwert erreicht.
Langzeiterkrankungen und psychische Belastungen nehmen zu
Obwohl der Anteil der kurzfristigen Erkrankungen wie Atemwegserkrankungen weiterhin hoch ist, sorgen vor allem Langzeiterkrankungen für viele Fehltage. Diese machen zwar nur rund drei Prozent der Krankheitsfälle aus, verursachen aber etwa 40 Prozent aller Fehltage. Besonders auffällig ist der Anstieg der psychischen Erkrankungen: Die Zahl der Fehltage durch psychische Leiden, die länger als sechs Wochen andauern, ist in den letzten Jahren um fast 50 Prozent gestiegen.
Telefonische Krankschreibung nicht Ursache für hohen Krankenstand
Die Diskussion um die telefonische Krankschreibung hält an. Unionspolitiker und Wirtschaftsvertreter hatten zuletzt ihre Abschaffung gefordert. „Alle Untersuchungen dazu sehen keinen Zusammenhang zwischen telefonischer Krankschreibung und hohem Krankenstand - diese gefühlte Wahrheit können wir nicht bestätigen“, so AOK Bayern-Chefin Irmgard Stippler. Vielmehr sei der Anstieg der Fehlzeiten seit 2022 auf die Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) zurückzuführen, die eine vollständigere Erfassung insbesondere kurzfristiger Erkrankungen ermöglicht hat.